Österreichische Post : Geschäftsjahr 2021 war...
 
Österreichische Post

Geschäftsjahr 2021 war erfolgreich

Österreichische Post/Screenshot
Mit dem Geschäftsjahr 2021 zeigt sich Post-Vorstand Georg Pölzl zufrieden. 2022 wird weiter sowohl in Wachstum investiert als auch in die Dekarbonisierung der Logistik.
Mit dem Geschäftsjahr 2021 zeigt sich Post-Vorstand Georg Pölzl zufrieden. 2022 wird weiter sowohl in Wachstum investiert als auch in die Dekarbonisierung der Logistik.

Die heutige Pressekonferenz der Österreichischen Post zeigt: Das Geschäftsjahr 2021 brachte Umsatzsteigerungen. Insgesamt verbuchte das Unternehmen ein Plus von 14,9 Prozent, damit einen Umsatz von 2.519,6 Millionen Euro. Das Paketgeschäft (+36,4 %) übersteigt das Briefgeschäft (+0,1 %) weiterhin.

Zwar war der Start ins neue Jahr 2022 "etwas schwierig", wie Generaldirektor Georg Pölzl in der heutigen Pressekonferenz der Österreichischen Post zugibt, allerdings sei man mit dem Geschäftsjahr 2021 sehr zufrieden. So konnte das Unternehmen ein Plus von 14,9 Prozent beim Umsatz auf 2.519,6 Millionen Euro verzeichnen, wobei 5,7 Prozent davon auf organisches Wachstum und ein weiterer Teil auf die Vollkonsolidierung der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo zurückzuführen ist. Die Ergebnissituation im Detail: Das EBITDA erhöhte sich auf 370,4 Millionen Euro (+22,3 %) und das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 27,5 Prozent auf 204,7 Millionen Euro.

Der Paketumsatz erhöhte sich 2021 um 36,4 Prozent auf 1.245,7 Millionen Euro insgesamt, das organische Wachstum betrug dabei 14,2 Prozent. Maßgeblich dazu beigetragen hat sowohl die türkische Tochtergesellschaft Aras Kargo als auch ein starkes Geschäft in Österreich sowie in Südost- und Osteuropa. Das Brief- und Werbepostgeschäft verbuchte zwar lediglich 0,1 Prozent Plus, konnte so aber den Umsatz in der erwähnten Division auf 1.224,2 Millionen Euro steigern. Die dritte für die Österreichische Post relevante Division Filiale und Bank verzeichnete ein Umsatzplus von 10,8 Prozent - also 74,7 Millionen Euro. Insgesamt habe sich allerdings das Umfeld im nationalen und internationalen Brief- und Paketgeschäft nach einem pandemiebedingt schwierigen Jahr 2020 verbessert.

Dank der Entwicklungen im Geschäftsjahr 2021 habe sich auch die Umsatzverteilung in den Divisions gewandelt: Mit 49 Prozent hat die Division Paket & Logistik mittlerweile den größten Anteil am Konzernumsatz der Österreichischen Post, gefolgt von Brief & Werbepost mit 48,1 Prozent und Filiale & Bank mit 2,9 Prozent.

Die Österreichische Post erreicht im Paket-Gesamtmarkt 53 Prozent Marktanteil und ein Wachstum von +10,8 Prozent.

Ausblick 2022

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet das Unternehmen mit "herausfordernden Rahmenbedingungen" sowie dem "Entfall positiver pandemiebedingter Einmaleffekte". Auch der anhaltende Ukraine-Konflikt habe - so die Einschätzung - indirekte Auswirkungen auf das Unternehmen und das tägliche Geschäft. Die Preisanstiege bei Energie und Rohstoffen würden sich "verfestigen", und könnten somit negative Effekte auf das weitere Konsumverhalten haben, heißt es.

Die Tochtergesellschaft bank99 erwartet negative Effekte in Form von Zahlungen im Rahmen der Banken-Einlagensicherung in Österreich. Kaum bis geringe direkte Auswirkungen habe die Krise auf Brief- und Paketströme aus den betroffenen Ländern. Insgesamt peilt das Unternehmen, trotz des sich abzeichnenden negativen Umfelds, einen möglichst stabilen Umsatz an und ein Konzernergebnis (EBIT), das wieder nahe an das Niveau des Vorjahres heranreicht.

Investitionen in Logistikzentren

Aufgrund steigender Paketvolumina bleibt das Investitionsprogramm in den insgesamt 8 österreichweiten Logistikzentren weiterhin aufrecht. So soll die Sortierkapazität auf 118.000 Pakete pro Stunde bis Ende 2022 im Logistikzentrum Oberösterreich ausgeweitet werden und die Fertigstellung der Logistikzentren in eben diesem Bundesland plus in der Steiermark weiter forciert werden. Im Logistikzentrum Wien sollen bis 2023 die Sortierkapazitäten auf rund 140.000 Paketen pro Stunde erhöht werden.

Die Österreichische Post investierte im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 161 Millionen Euro in den Ausbau und die Instandhaltung der Logistikzentren. Für das laufende Jahr sind Investitionen von insgesamt 180 Millionen Euro geplant. 
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