: Paul Brandstätter, Veloce: „Veloce war imm...
 

Paul Brandstätter, Veloce: „Veloce war immer Early Adopter von neuen Technologien“

-
Paul Brandstätter, Gründer und Geschäftsführer von Veloce: „Klimaschutz und umweltfreundlicher Transport gehören zu unserer Unternehmens-DNA. Das schätzen unsere Mitarbeiter und Kunden.” (Foto: Veloce Ventures)
Paul Brandstätter, Gründer und Geschäftsführer von Veloce: „Klimaschutz und umweltfreundlicher Transport gehören zu unserer Unternehmens-DNA. Das schätzen unsere Mitarbeiter und Kunden.” (Foto: Veloce Ventures)

Bei der diesjährigen etailment WIEN vom 22. bis 24. Februar 2016 wird Paul Brandstätter, Gründer und Geschäftsführer von Veloce, beim Panel „Die letzten Meilen“ unter anderem auf Anforderungen und Lösungen für Same-Day-Delivery Angebote eingehen.

Wir haben Brandstätter vorab zum Interview geladen.

etailment.at: Sie werden bei der diesjährigen etailment WIEN Konferenz am Panel „Die letzten Meilen“ teilnehmen. Auf welche inhaltlichen Schwerpunkte möchten Sie im Rahmen der Diskussion besonders eingehen?

Paul Brandstätter: Ich beabsichtige, auf die Anforderungen und Lösungen im Bereich Same-Day-Delivery und local logistics einzugehen und über Erfahrungen zu berichten: Was ist aus Sicht eines Händlers wichtig für ein erfolgreiches Same-Day-Zustellangebot, wie reagieren Konsumenten. Wie funktioniert das Setup und die Startup-Phase eines Same-Day-Delivery-Projektes.

etailment.at: Sie haben Ihr Unternehmen bereits vor fast 30 Jahren gegründet. Ist das Logistikgeschäft von heute überhaupt noch mit jenem von früher vergleichbar?

Brandstätter: In manchem hat sich Logistik über die vergangenen 500 Jahre nicht verändert: Es muss in der Logistik immer noch ein physisches Gut in gutem Zustand wie vereinbart abgeholt, transportiert und zugestellt werden. Die Technologie hat sich fortwährend verändert und Veloce war immer Early Adopter von neuen Technologien und hat neue Lösungen entwickelt und in den Markt gebracht. Manches kommt als neue Mode unter einem neuen Label daher, zum Beispiel die Crowd. Darunter werden teilweise Lösungen „neu erfunden“, die Veloce seit 30 Jahren umsetzt.

etailment.at: Welche Rolle nimmt dabei die Digitalisierung der Logistik ein?

Brandstätter: Die Digitalisierung ist im Moment das Feld, wo sich am meisten tut. Das sind marktverändernde Entwicklungen. Mit Hilfe der Digitalisierung können wir zum Beispiel heute schon – und noch besser morgen – individuelle, auf die Einzelperson zugeschnittene Lösungen und Servicedetails vollautomatisch umsetzen. Wir entwickeln auch neue digitale Lösungen für unsere internen Prozesse.

etailment.at: Mit Ihrem Zustelldienst Shopcourier versichern Sie die Zustellung innerhalb von 90 Minuten. Wie ist eine dermaßen schnelle und flexible Lieferung möglich?

Brandstätter: Die Zustellung in einem 90-Minuten-Zeitfenster ist für uns nicht besonders schnell. Wir haben für unsere Business-Kunden immer schon die Hälfte der Zustellungen unter 45 Minuten durchgeführt und machen das weiter. Neu ist, dass wir dem privaten Empfänger ein frei wählbares kurzes und bequemes Zustellzeitfenster anbieten. Das funktioniert, weil wir völlig anders disponieren und eine völlig andere Logistikstruktur betreiben, wie ein KEP-Dienst. Unsere Kuriere sind im Free-Flow-Prinzip unterwegs und werden dynamisch disponiert.

etailment.at: Im September 2015 wurde Veloce mit einer Auszeichnung für Kompetenz im Klimaschutz geehrt. Welche Bedeutung schreiben Sie dem Umweltschutzgedanken in Ihrem Unternehmen zu?

Brandstätter: Veloce war das erste Zero-emission-Transportunternehmen in Österreich und ist das erste klimaneutrale Logistikunternehmen in Österreich. Klimaschutz und umweltfreundlicher Transport gehören zu unserer Unternehmens-DNA. Das schätzen unsere Mitarbeiter und Kunden.

etailment.at: Sie sind Logistikpartner von Unternehmen wie KochAbo und Thalia. Welche weiteren Kooperationen sind für 2016 geplant?

Brandstätter: Wir haben im 4. Quartal 2015 und auch bereits im 1. Quartal 2016 neue Projekte und Kooperationen gestartet und haben eine volle Pipeline. Über künftige Projekte sprechen wir, wenn sie gestartet sind. Zuletzt haben wir mit MediaMarkt, Saturn oder Trzesniewski Projekte gestartet. Vielleicht gibt es bei der etailment-WIEN Konferenz schon wieder Neues zu berichten.

etailment.at: Die etailment WIEN Konferenz findet vom 22. bis 24. Februar 2016 statt. Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung und auf welche Programmpunkte sind Sie besonders gespannt?

Brandstätter: Ich finde alle Themen rund um die Digitalisierung und über das Zusammenfließen der Channels besonders interessant, Stichwort: Omnichannel. Spannend ist auch, was nicht im Programm steht und welche Themen mit welchem Tenor heuer beim Kaffee besprochen werden.
stats