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Pilotprojekt: Grüne Verpackung

Nachhaltigkeit auf der letzten Meile

Österreichische Post

Gemeinsam mit der FH Oberösterreich startet die Österreichische Post das Projekt wiederverwendbare Verpackungslösungen. Ab Februar 2022 werden in einer ersten Tranche 10.000 nachhaltige Verpackungen österreichweit im Umlauf sein. Handelspartner DM, Interspar, Weinwelt, Intersport, Tchibo und Thalia unterstützen dabei.

Die Österreichische Post investiert, gemeinsam mit dem Land Oberösterreich einen "fünfstelligen Euro-Betrag" in dieses Pilotprojekt, sagt Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. Gerade im Hintergrund der Novellierung des EU-Kreislaufwirtschaftsgesetzes, sind Unternehmen verpflichtet, unter anderem weniger Abfall zu produzieren. Das Pilotprojekt "Grüne Verpackung" soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.

In einer ersten Vorstudie, durch die FH Oberösterreich durchgeführt, wurden über 40 nachhaltige Verpackungslösungen detailliert betrachtet und analysiert. Eine wesentliche Erkenntnis: durch den Aufbau eines Mehrwegzyklus sind die größten Emissionseinsparungen möglich. Für den Test wurden, gemeinsam mit den Handelspartnern, vier Verpackungen ausgewählt. Die vier Verpackungen sind "RE-Zip-Boxen", faltbare Kartons mit niedrigen Umwelteinflüssen, "Re-Zip-Bags", faltbare Taschen aus beschichtetem Holzfaserstoff, "Packoorang Bags", langlebige Tasche aus recyceltem PET Flaschen und "Returnity Weinboxen", die faltbar für den Rücktransport im Beutel sind.

 (v.l.) Peter Umundum, Vorstand Paket und Logistik der Österreichischen Post und Franz Staberhofer, Leiter des Logistikums an der FH OÖ
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(v.l.) Peter Umundum, Vorstand Paket und Logistik der Österreichischen Post und Franz Staberhofer, Leiter des Logistikums an der FH OÖ

Startschuss im Februar 2022

Ab Februar nächsten Jahres werden ausgewählte Produktgruppen versendet. Das gesamte Projekt läuft bis Juli 2022 und wird von der FH Oberösterreich einer ökologischen Bilanzierung unterzogen. Da die Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen oder recyceltem PET bestehen, wird bereits nach wenigen Zyklen der ökologische Break-even-Point im Vergleich zu herkömmlichen Einwegkartons erreicht.

Neues Konsumverhalten

Das Mondi Trendbarometer 2020 hat Ansprüche der Konsumenten sowie die Verpackungen abgefragt. Schlüsselrolle beim Online-Einkauf spielen geeignete Verpackungen, acht von zehn Verbrauchern (80 Prozent) bewerten die umweltfreundliche Entsorgung von Verpackungen, Recycling und Wiederverwendung als wichtig. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) ist bereit, bis zu drei Euro mehr für Online-Waren zu bezahlen, solange diese ausreichend Schutz, einfache Handhabung und umweltfreundliches Material bieten.

Akzeptanz der Konsumenten wird entscheidend

Einig sind sich die Vertreter der fünf kooperierenden Handelspartner, DM, Spar Österreich, Intersport Austria, Tchibo und Thalia bei der Relevanz und Wichtigkeit des Projektes, aber auch darin, inwieweit die neuen Verpackungen von den Konsumenten angenommen werden. Neben diesem Hauptkriterium der Akzeptanz am Markt sollen in diesem halben Jahr Testzeitraum die Machbarkeit der Verpackungen, die Lebensdauer, und die ökologische Bewertung des Gesamtprojektes im Vordergrund stehen.



Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.at.

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