Österreichische Post: Epidemie in Post-Zahlen...
 
Österreichische Post

Epidemie in Post-Zahlen erkennbar

Österreichische Post AG

Der Quartalsbericht der Österreichischen Post zeigt, wie sich die Coronakrise auf die Werbe- und Paket-Segmente ausgewirkt hat.

Die Österreichische Post AG konnte im ersten Quartal 2020 den Umsatz um 2,1 Prozent auf 502,9 Millionen Euro steigern. In den Geschäftszahlen lassen sich die Spuren von Covid-19 deutlich ablesen, etwa hat die Division Brief und Werbepost einen Umsatzrückgang von 4,6 Prozent verzeichnet. Das durch den gesteigerten E-Commerce Geschäft mit dem Pakettransport wuchs hingegen um satte 23,8 Prozent, womit die Rückgänge bei der Werbepost kompensiert werden. Die Epidemie und die Anlaufkosten des hauseigenen Finanzinstituts "bank99" reduzieren das EBIT um 15,8 Prozent auf 33,3 Millionen Euro.

Post-Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl fasst die aktuelle Situation zusammen: "Die Zahlen des ersten Quartals 2020 verdeutlichen die aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen. Bei steigenden Umsätzen wurde ein niedrigeres Ergebnis erzielt."

Neu in den Kennzahlen der Post ist die mit April gestartete Division "Filiale und Bank", womit die Filialen ausgegliedert wurden. Durch den Lockdown und die Startkosten der bank99 gab es im ersten Quartal dieser Division ein Minus von 39,4 Prozent, insgesamt wurden 13,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Während Brief & Logistik 317,5 Millionen Euro in diesem Quartal eingenommen haben, waren es bei Paket & Logistik 174,5 Millionen Euro.

Ziel der Post für dieses Jahr ist es, die Umsätze trotz Covid-19 so stabil wie möglich zu halten. Das EBIT wird, so die Prognose, im laufenden Geschäftsjahr zurückgehen. Das Jahresergebnis ist somit von der Konjunkturentwicklung abhängig, großer Hoffnungsträger für die Post ist das boomende Paketgeschäft, auch von der bank99 wird viel erwartet.
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