Post: Stabiles Geschäft
 
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Stabiles Geschäft

Österreichische Post AG - Bruno Klomfar
In die bank99 der Post wird stark investiert.
In die bank99 der Post wird stark investiert.

Im ersten Halbjahr 2020 konnte die Österreichische Post AG trotz der Coronakrise und dank dem Paketgeschäft den Umsatz stabil halten.

In den ersten sechs Monaten des Jahres konnte die Post 981,9 Millionen Euro an Umsätzen erwirtschaften – das entspricht einem Wachstum von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eigentlich hätte das Geschäft der neuen hauseigenen bank99 anlaufen sollen, durch die Coronakrise wurde die ohnehin angeschlagene Sparte "Filiale & Bank" jedoch ausgebremst. Mit Umsätzen von nur 28,6 Millionen Euro muss das Segment ein Minus von über 43 Prozent hinnehmen, wobei vergangenes Jahr Servicedienstleistungen des ehemaligen Bankpartners BAWAG P.S.K. in Höhe von 18,8 Millionen Euro enthalten waren. So gesehen ist das Sparten-Minus von rund 15 Millionen Euro nicht repräsentativ für das tatsächliche Wachstum.

Der größte Faktor beim Konzernumsatz mit 59,8 Prozent ist die Division Brief & Werbepost, wobei ein Großteil davon auf den Bereich Briefpost & Mail Solutions entfällt. Sie brachte 590,6 Millionen Euro ein und musste somit ein Minus von über 10 Prozent verkraften. Der Volumenrückgang im Briefgeschäft betrug im ersten Halbjahr etwa neun Prozent. Mit Werbepost wurden 152,8 Millionen Euro an Umsätzen generiert, ein Minus von 18 Prozent zum Vergleichszeitraum 2019. 

Paketgeschäft ist gefragt

Deutlicher Gewinner ist die Division Paket & Logistik, die ein Wachstum von 30 Prozent auf 367,9 Millionen Euro vorweisen konnte. Das starke Plus ist nichts Neues, durch die coronabedingt gestiegene Nachfrage im E-Commerce gab es jedoch einen zusätzlichen Boost. Andererseits hat die seit August 2019 gestartete Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group in Österreich wesentlich zum aktuellen Wachstum beigetragen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten belief sich in den ersten sechs Monaten 2020 auf 109,1 Millionen Euro, der gesamte Cashflow beträgt 117,2 Millionen Euro. Eine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr ist aufgrund der aktuellen Situation schwer einschätzbar. Durch gezielte Investitionen soll das Konzernergebnis 2021 auf jeden Fall von Wachstum in allen Divisionen geprägt sein.
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