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Wachstum bei der Post in den ersten 9 Monaten

Österreichische Post AG - Christian Stemper

Das Paketgeschäft sorgt für Umsätze, auch bei der Division Brief, Werbepost und Filialen gibt es einen leichten Aufwärtstrend.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 konnte die Österreichische Post AG gut entwickeln. In diesem Zeitraum konnte ein Konzernumsatz von 1,462 Milliarden Euro erwirtschaftet werden - ein Plus von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Wachstumsträger war mit 11,3 % die Division Paket und Logistik, beim Bereich Brief, Werbepost und Filialen konnte ein moderates Plus von 0,6 % verzeichnet werden. Der operative Cashflow beträgt 153,2 Millionen Euro, das ausgewiesene EBIT ist um 8,4 % auf 130 Millionen Euro gestiegen.


Brief, Werbepost und Filialen
Der umsatzstärkste Bereich der Post kommt in Q1 bis Q3 auf 1,033 Milliarden Euro. Das gebremste Wachstum ist dem rückläufigen Briefgeschäft sowie der Verunsicherung bei den Werbemitteln durch die DSGVO geschuldet. Auch das Ende der Kooperation mit der BAWAG P.S.K. trägt hierzu bei, da die Umsätze bei den Finanzdienstleistungen entsprechend zurückgegangen sind. Positive Umsatzeffekte gab es im ersten Halbjahr durch ein neues Tarifmodell sowie durch Sonderaussendungen und die Wahlen.

Pakete
Der Online-Shopping-Trend kommt der Post sehr gelegen: Ein Umsatzplus von über 11 % bringt die Division auf 437,2 Millionen Euro. Um dem Druck durch die Zustelldienste zu kompensieren, hat die Post seit 1. August das österreichische Paketgeschäft der Deutsche Post DHL Group übernommen. Dadurch ist das monatliche Transportvolumen um 25 % gestiegen. Um diesem Bedarf nachzukommen, hat das Logistikzentrum in Hagenbrunn im September eröffnet. Kommendes Jahr wird das Logistikzentrum in Kalsdorf und die Zustellbasis in Thalgau in Betrieb genommen.

Ausblick
Für die Gesamtjahresbilanz geht die Post basierend auf dem stabilen Kerngeschäft und dem zufriedenstellenden EBIT weiterhin von einem Umsatzanstieg aus. Dementsprechend prognostiziert die Post auch für 2020 einen gleichbleibenden bis leicht ansteigenden Umsatz. Durch den Aufbau des neuen Finanzdienstleistungsgeschäftes werden jedoch Aufkosten erwartet.

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