Finanzmarktaufsicht: PSD2 muss bis Ende 2020 ...
 
Finanzmarktaufsicht

PSD2 muss bis Ende 2020 umgesetzt werden

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Die Richtlinie zur sicheren Kundenauthentifizierung im Online-Handel wäre ab Mitte September 2019 gültig, nun gilt eine Nachfrist bis Ende des kommenden Jahres.

Seit 14. September 2019 würde eigentlich die Richtlinie zur sicheren Kundenauthentifizierung im Online-Handel im Rahmen von PSD2 gelten - da viele Händler jedoch unzureichend vorbereitet waren, hat die Finanzmarktaufsicht eine Nachsichts-Periode gewehrt. Zunächst war diese nicht befristet, nun steht jedoch der Stichtag zur Umsetzung der EU-Direktive fest: der 31.12.2020. Damit haben Online-Händler 15 zusätzliche Monate Zeit, um eine 2-Faktoren-Authentifizierung in ihren Shops umzusetzen. Sollte das ab 2021 nicht der Fall sein, können Finanzinstitute die Transaktionen der Shops ablehnen.

Handelsverband-Chef Rainer Will begrüßt zwar die zusätzlichen 15 Monate zur Umsetzung, findet es jedoch problematisch, dass die Testphase in das Weihnachtsgeschäft 2020 fällt. Ebenfalls kritisch bleibt er bezüglich der Balance zwischen Sicherheit und der Einfachheit des Online-Shoppings: "Die Erfahrungen jener Händler, die etwa das sogenannte 3D-Secure-Verfahren für Kreditkartenzahlungen bereits anbieten, bestätigen diese Befürchtungen. 40 Prozent haben seit der Implementierung einen Anstieg der Kaufabbrüche festgestellt. Gerade für kleinere Webshops ist die Umstellung auch mit erheblichen IT-Kosten verbunden."
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