Verband Druckmedien Österreich: Grüne Welle o...
 
Verband Druckmedien Österreich

Grüne Welle oder neue Nachhaltigkeit?

Martina Draper
v.l.: Peter Sodoma (GF Verband Druck Medien), Claudia Pfeil (Agentur derpfeil), Stephanie Scheiber (Die Menü-Manufaktur), Theresa Imre (Markta), Alexander Hell (REWE International) und Michael Seidl (Moderator und Mitveranstalter)
v.l.: Peter Sodoma (GF Verband Druck Medien), Claudia Pfeil (Agentur derpfeil), Stephanie Scheiber (Die Menü-Manufaktur), Theresa Imre (Markta), Alexander Hell (REWE International) und Michael Seidl (Moderator und Mitveranstalter)

Beim ersten Packaging Kongress kamen Stakeholder zusammen, um über die Zukunft der Verpackung zu beraten.

Das Auftragsvolumen für Etiketten, Karton- und Kunststoffverpackungen hat sich in den letzten Jahren zweistellig erhöht. Seit dem Jahr 2000 ist der Verbrauch an Verpackungspapier und -karton allein in Österreich um 23 Prozent von 814.000 Tonnen auf 1 Mio. Tonnen im Jahr 2020 gestiegen. Dazu kommen noch Verpackungen aus Kunststoffen und Glas. Experten prognostizieren vor allem durch die Zuwachsraten im Online-Handel einen steigenden Bedarf an Verpackungen. Gleichzeitig stieg der Druck auf die Verpackungsbranche.

"Die Vorgaben an Materialien, Recycling und Entsorgung stellen alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen. Deshalb haben wir mit dem Packaging Kongress eine Veranstaltung geschaffen, wo wir über mögliche Lösungen und neue Denkansätze diskutieren", sagt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien. Unter den Speakern waren die Innovationsexpertin Gertraud Leimüller, der Rewe-Nachhaltigkeitsleiter Alexander Hell (CASH berichtete), Theresa Imre von Markta und die Vertriebsmarketing-Leiterin von MenüManufaktur, Stephanie Schreiber - und das war nur der Vormittag. Desweiteren sprachen Verpackungsforscher Manfred Tacker, Agentur-Chef Andreas Schabert, Analystin Sonja Bähr, Verpackungsdesignerin Claudia Pfeil, Etiketten-Hersteller Johannes Michael Wereka und Arnold Polsch, Branch Manager von Agfa.

Thematische Schwerpunkte waren die vier "R" rund um das Verpackungs-Thema: Reduce, Replace, Reuse und Recycling. Angesprochen wurden Aspekte der Skalierung von Lösungen und alternativen Materialien - dazu gab es praktische Beispiele aus dem In- und Ausland. Selbstverständlich ging es dabei auch um das Pfandsystem für Einweggebinde, wie es für Österreich angekündigt ist. Und "Greenwashing" wurde als Problem in dem neuen Denken thematisiert. Zusammenfassend stimmten die Speaker überein, dass beim Kunststoff der größte Handlungsbedarf liegt. 

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