VOEB: Müll-Bilanz zur Quarantäne
 
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Müll-Bilanz zur Quarantäne

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Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe zieht zum Ende der Ausgangsbeschränkungen ein Fazit zur Entwicklung der Abfall-Situation.

Die nun auslaufenden Ausgangsbeschränkungen haben sich auf die Produktion sowie die Entsorgung von Müll ausgewirkt. Besonders in den ersten Wochen war dies deutlich, die VOEB spricht von einem Minus von 80 Prozent beim Gewerbemüll Mitte März. Besonders das eingestellte Baugewerbe hatte hier einen großen Einfluss, auch die geschlossene Gastronomie und der Produktionsstopp in vielen Industriebereichen waren bemerkbar. Im Gegensatz dazu stieg die Menge des Haushaltsmülls um 15 bis 20 Prozent, besonders beim Altpapier war dies bemerkbar.

Hans Roth, Präsident des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe, zieht ein Fazit: "Mehr als 40.000 Entsorgungshelden sorgen dafür, dass auch in Corona-Zeiten der Abfall pünktlich und verlässlich abgeholt wird. Darauf sind wir stolz und unseren Mitar-beitern sehr dankbar. Für die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft stellte dies in den schwierigen Zeiten eine große Herausforderung dar, die aber gemeinsam gut gemeistert wurde. Der Anstieg des Hausmülls konnte ebenfalls problemlos bewältigt werden, die Entsorgungskapazitäten waren für alle Bürger – auch durch den Wegfall von Gewerbemüll – stets gesichert. Nun gehen wir von einer Normalisierung der Abfallströme aus."

Durch die Reduktion der Einschränkungen nach Ostern stieg die Abfall-Menge im Bausegment auf etwa 80 Prozent des üblichen Wertes, beim Gewerbeabfall (ohne Gastronomie oder Hotellerie) liegt das Volumen bei rund 60 Prozent. Der VOEB ist mit 40.000 Mitarbeitern in 1.100 Entsorgungsbetrieben tätig.
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