ARA: Convenience schlägt Nachhaltigkeit
 
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Convenience schlägt Nachhaltigkeit

pixabay.com - Jasmin_Sessler
Kunden fordern Nachhaltigkeit, im Zweifelsfall gewinnt aber die Convenience.
Kunden fordern Nachhaltigkeit, im Zweifelsfall gewinnt aber die Convenience.

Zwar werden umweltfreundliche Produkte und Verpackungen von den Konsumenten gefordert, bei den Kaufentscheidungen gewinnt jedoch die Bequemlichkeit.

Altstoff Recycling Austria (ARA) hat in zwei Studien das Kundenverhalten bezüglich nachhaltigem Konsumverhalten unter die Lupe genommen. Bei der von ARAplus in Auftrag gegebenen GfK-Studie "Wie Circular-Economy-fit ist Österreichs Wirtschaft und welche Rolle spielt der Konsument?" und in der Kantar-Studie "Who cares, who does? Consumer response to plastic waste" gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass Nachhaltigkeit bei Produkten geschätzt wird, im Endeffekt der Convenience-Faktor jedoch gewinnt.

Als Beispiele wird seitens der ARA genannt, dass nur 35 % der Konsumenten wiederverwendbare Becher für den Kaffee unterwegs verwenden - der Rest setzt auf Wegwerf-Becher. Dazu Harald Hauke, Nachhaltigkeitsexperte und Geschäftsführer von ARAplus: "Wir sehen gut, dass nachhaltiges Verhalten manchmal im Widerspruch zu unseren Vorstellungen von bequem und praktisch zu stehen scheint. Die Innovationskraft der Industrie und der Klimaschutzgeist der Jugend werden neue Formen von Konsum hervorbringen – nachhaltig und convenient zugleich."
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