CASH 04/2019

Er hofft auf nachhaltige Entbürokratisierung und setzt auf Bildungsoffensive sowie Fitness der Unternehmen für die Digitalisierung. Die Sozialpartnerschaft sei intakt und die Zusammenarbeit mit der gezielt auf Standortverbesserung bedachten Regierung sehr eng. Der Präsident der Wirtschaftskammer Öster- reich (WKO), Dr. Harald Mahrer, ist auch durchaus konjunkturoptimistisch. Interview: Dagmar Lang und Milan Frühbauer 30 4|2019 ∙ CASH I N T E R V I EW  b  H a r a l d Ma h r e r / WKO H a n d e l CASH: Die Unternehmen stöhnen sehr unter der Bürokratie und dem Regulierungsdschungel. Sie haben spürbare Erleichterun- gen angekündigt. Wann geht da endlich was weiter? Harald Mahrer: Das ist tatsächlich ein großes Problem. Das geht aber nicht in einem einzigen großen Wurf, denn man hat es hier mit einer Vielzahl an Belastungen und Fesseln zu tun. Reformminister Moser hat mit dem Abbau bereits be- gonnen. Erst vor Kurzem sind rund 40 Regelungen des soge- nannten Gold Plating, also der Übererfüllung von EU-Normen, zurückgenommen worden. Das geht jetzt systematisch wei- ter, im Abstand von drei bis vier Monaten wird hoffentlich jeweils ein Stück von dieser Bürokratiesalami abgeschnitten. Aber die tatsächlichenAuswirkungen imArbeitsalltag werden die Unternehmen wohl erst in ein bis zwei Jahren spüren. Wir müssen dabei eine Schwert-Schild-Strategie verfolgen: Mit dem Schild neuen Regulierungswahn vermeiden und mit „Wir werden jetzt gefragt:

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