CASH 10/2019

92 10|2019 ∙ CASH I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t I N T E R V I EW  b  Ma r k u s W i t t / Mo l ke r e i A l o i s Mü l l e r Foto: Johannes Brunnbauer CASH: Herr Witt, wie entwickelt sich die Molkerei Müller in Österreich? MarkusWitt: Gut.Wir haben denAnspruch, immer erfolgrei- cher als im Vorjahr zu sein und da 2018 für uns sehr gut verlaufen ist, war es heuer eine Herausforderung das zu toppen, aber wir haben es trotz einiger Schwierigkeiten ge- schafft. Das erste Halbjahr lagen wir leicht über demVorjahr. Welche Herausforderungen waren das? Eine Herausforderung ist natürlich, dass wir uns in einem rückläufigen Markt bewähren müssen. Eine weitere ist das Sortimentsgeschäft. So werden teilweise Marken durch Ei- genmarken ersetzt oder Handelspartner nehmen interne Sortimentsoptimierungen vor, die zu unseren Lasten gehen. Ich nehme an, Sie beziehen sich hier auch auf Rewe International? Das möchte ich weder bestätigen noch verneinen. Sie werden sicher verstehen, dass ich über einzelne Handelspartner und Listungen nichts sagen möchte. Können Sie dann vielleicht verraten, womit Sie diese Ausfälle kompensiert haben? Indem wir neue Listungspositionen bei Handelspartnern erreicht haben, bei denen wir uns glücklicherweise sehr gut entwickeln. Neben dem Standardsortiment pushen uns hier auch ganz stark In-out-Aktionen. Einige Händler kritisieren vielfach, dass die Industrie mangelnde Innovationskraft an den Tag legt und nutzen das als Daseinsbe- rechtigungfür ihre Eigenmarken. Gerade denMolkereien kannman einen solchen Vorwurf nicht machen und doch ist das eine Waren- gruppe mit beachtlichem Eigenmarkenanteil. Wie sehen Sie das? Für Markus Witt, Key Account Manager der bayrischen Molkerei Alois Müller, besteht die Kunst einer Innovation darin, neue Bedürfnisse beim Kunden zu wecken. Im Interview verrät er unter anderem wie wichtig dieser Bereich für Müller ist und welche Rolle Handelsmarken dabei spielen. Interview: Nataša Nikolic Grad wanderung

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