CASH_11-1219

16 11–12|2019 ∙ CASH b  L e k ke r l a n d Ö s t e r r e i c h H a n d e l Foto: Peter Obenaus F ünf Wochen lang hat die Über- prüfung des Rewe-Lekkerland- Deals durch die Bundeswettbe- werbsbehörde (BWB) gedauert, am Schluss gab es eine Absage: Der Han- delskonzern darf den Convenience- Lieferanten in Österreich nicht über- nehmen. Nun wird die deutsche Lekkerland-Gruppe von der Rewe Group gekauft, der heimische Ableger muss jedoch selbstständig bleiben. Emmanuel Fink, Geschäftsführer von Lekkerland Österreich, schildert, welche Konse- quenzen die Akquisition des Mutterun- ternehmens hat: „Lekkerland in Österreich ist auch ohne die Lekkerland- Gruppe gut aufgestellt und wird seinen erfolgreichenWeg fortsetzen. Die Über- nahme hat kurz- bis mittelfristig nur geringe Auswirkungen auf unser Öster- reich-Geschäft. In Bezug auf unsere Kunden gibt es in den meisten Fällen längerfristige Verträge, die selbstver- ständlich weiterlaufen. Lieferantensei- tig befindet sich Lekkerland in der Ein- kaufskooperation mit Top-Team, die selbstverständlich weitergeführt wird.“ Kerngeschäft im Mittelpunkt Verflechtungen beider Landesunter- nehmen gab es vor allem innerhalb der IT-Services – hier hat die BWB klarge- stellt, dass Lekkerland Deutschland die bisherigen Dienstleistungen für Lekkerland Österreich weiter erbringen muss. In den kommendenWochen wird die Österreich-Tochter an die beste- henden Lekkerland-Gesellschafter (CGL Handel, Express Nord-West Hol- ding, Express SOW Holding, Express Mitte Holding, TL Süd und Austria Ta- bak) verkauft. „Gemeinsammit diesen werden wir bei Bedarf nochmal an einigen Stellschrauben drehen, um für das Unternehmen, unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner langfristig die bes- ten Zukunftsaussichten zu schaffen. Grundsätzlich wird sich unsere Stra- tegie jedoch nicht ändern“, so Fink. Der Fokus in 2020 liegt ihmzufolge „weiter klar auf den Kunden, für die wir der bestmögliche Partner in allen Belangen sein möchten. Dazu zählt auch, dass wir unser Kerngeschäft im Tankstel- lensegment mit vielen Maßnahmen stärken. Kundenseitig konzentrieren wir uns in diesem Bereich vor allem auf den Frische- und Bistrobereich, wo wir nach wie vor starke Wachstums- raten und Potenziale sehen.“ • In Deutschland darf die Rewe Group den Convenience-Lieferanten Lekkerland übernehmen, in Österreich nicht. Nun macht der hiesige Ableger des Unter- nehmens ohne den Mutterkonzern weiter. Autor: Karl Stiefel Weiter auf Kurs

RkJQdWJsaXNoZXIy MzgxNTI=