CASH 02/2020

84 2|2020 ∙ CASH I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t b  I n s e k t i z i d e & R e p e l l e n t s Fotos: mycteria – stock.adobe.com, Aeroxon Insect Control, Jacoby Pharma, Evergreen Garden Care Österreich, Niernsee I nsekten sind die artenreichsten Lebewesen derWelt und stellen 60 Prozent allerTiere. Ohne beispiels- weise Bienen wäre unsere Nahrungs- mittelversorgung gefährdet. Seit dem Ende der Achtziger erleben wir in Mit- teleuropa ein Insektensterben, das be- reits Auswirkungen auf die Biodiversi- tät hat.Trotzdem: So manche Insekten rauben uns – tatsächlich und im über- tragenen Sinn – den Schlaf: Stechende Gelsen sind angesichts von Anopheles- Stechmücke (überträgt Malaria), Aedes- Mücke (Zika-Virus) oder ihren Cousi- nen, die Dengue-, Nil- und Gelbfieber übertragen, vergleichsweise harmlos. Durch den Klimawandel ist man auch in unseren Breiten nicht mehr sicher vor den exotischen Fliegern, denn die Insekten reisen mittlerweile auf den Touristenrouten weit in den Norden und finden hier für sie durchaus ange- nehme Temperaturen vor. Und nicht zu vergessen: Heimische Zecken kön- nen ebenfalls Träger tödlich verlaufen- der Krankheiten sein. Baba Bio Entsprechend steht bei der Wahl eines Repellents oder Insektizids die Wirk- samkeit im Fokus. Bio darf, muss aber nicht sein, Hauptsache, es hat sich aus- gesummt. Einige Mückenarmbänder Pfiat di Gott, gute Nacht, in unserm Zimmer is a Gelsen – das sang schon der selige Ludwig Hirsch, der die blutsaugenden Plagegeister „ham nach Gelsen- kirchen“ schießen wollte. Repellents und Insektizide haben sich jedoch als weitaus probater im Kampf gegen Stechmücke & Co erwiesen. Autorin: Claudia Stückler Gelsendämmerung „Bei Insek- tiziden und Repellents gilt: Damit sie wirken, braucht es einfach gewisse Substanzen. Und die sind nun einmal nicht immer Bio.“ Claudia Stückler, freie Mitarbeiterin

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