CASH 03/2020

3|2020 ∙ CASH 113 Fotos: photocrew – stock.adobe.com, Berger, Wiesbauer, Vulcano, Frierss, Handl Tyrol, Radatz, Fleischwerke Marcher, Trünkel D ie hohe Bedeutung von Schin- ken ist nach wie vor ungebro- chen, trotz medialem Hype um vegetarische und vegane Ersatzpro- dukte. So bildet Kochschinken innerhalb der unterschiedlichen Wurstsegmente mit 18 Prozent Marktanteil immer noch den größten Happen, gemeinsam mit Speck/Rohschinken (zehn Prozent) sind das immerhin satte 28 Prozent. So wur- den 2019 im österreichischen LEH nicht weniger als 15.824 Tonnen Kochschin- ken und 2.532 Tonnen Rohschinken verkauft, was einemWert von 211,6 Mil- lionen Euro sowie 44,1 Millionen Euro entspricht. Weiter zurückgedrängt wurde dabei der Anteil in der Bedienung zugunsten der SB-Ware. Zum Vergleich: 2016 lag der Bedienanteil bei Kochschinken noch bei 48,1 Prozent, 2019 erreichte dieser nur mehr 43 Prozent. Bei Rohschinken steht das aktuelleVerhältnis bei 61,6 : 34 zugunsten der SB-Produkte. Das Gros der Österreicher, nämlich 71,1 Prozent, deckt seinen Bedarf an Kochschinken im klassischen Super- markt, 22,1 Prozent beim Diskonter, 3,9 Prozent beim Fleischer und 2,9 Pro- zent bei sonstigen Einkaufsquellen (Märkte oder Ab-Hof-Verkäufe). Roh- schinkenkäufer gehen interessanter- weise weitaus öfter zumDiskonter, liegt Wie die jüngste RollAMA zeigt, konnten sowohl Kochschinken als auch Roh- schinken im abgelaufenen Jahr wertmäßig zulegen, wobei der Rohschinken- absatz leicht zurückging. Dennoch: Die große Challenge Rohstoffpreise bleibt. Autor: Willy Zwerger Frisch geschnitten I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t b  S c h i n ke n „Schinken ist im wahrsten Sinne des Wortes unverändert in aller Munde. He- rausragend ist nicht nur die Qualität der im LEH angebotenen Ware, sondern auch deren Vielfalt.“ Willy Zwerger, Stv.-CASH-Chefredakteur

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