CASH 03/2020

36 3|2020 ∙ CASH H a n d e l T H EME N S C HWE R P U N K T H A ND E L S I MMO B I L I E N  b  C i t y - E i n k a u f s z o n e n Fotos: Robert – stock.adobe.com, Standort + Markt S eit 2013/14 erhebt das Bera­ tungsunternehmen Standort + Markt aus Baden bei Wien alljährlich die Entwicklung der City­ geschäftszonen in mittlerweile 20 österreichischen Primär- und Sekundär­ städten. Bei der Betrachtung dieser Zeit­ reihe fällt auf, dass die städtischen Shopflächen (Einzelhandel, einzelhan­ delsnahe Bereiche, Leerstände) 2015 um 0,6 Prozent, 2016 um 0,5 Prozent und 2017 sogar um 0,9 Prozent zulegten. Doch in den letzten beiden Jahren wur­ de der Rückwärtsgang eingelegt. Sprich 2018 (minus 0,3 Prozent) und 2019 (mi­ nus 0,1 Prozent) war die Shopflächen­ entwicklung rückläufig. Weitere Reduktion von Shopflächen Mag.Hannes Lindner, geschäftsführender Gesellschafter von Standort +Markt, sieht die Entwicklung noch nicht dramatisch, obwohl er davon ausgeht, dass sich die­ serTrend in Zukunft fortsetzenwird. „Wir erwarten in den kommenden Jahren, dass einTeil der Leerstände als unvermietbar klassifiziert wird und dass diese Shopflä­ chen inweiterer Folge demMarkt entzo­ genwerden“, so Lindner. ImZuge dessen werden etwa Geschäftsflächen zu Büros, Wohnungen, Arztpraxen oder Betreu­ ungseinrichtungen umfunktioniert.Auch verweist Lindner darauf, dass diese Durchschnittswerte nicht für alle Städte gelten. InDornbirn, derWiener Landstra­ ßer Hauptstraße (beide plus 7,2 Prozent) Obwohl in Österreichs Primär- und Sekundärstädten in den Jahren 2018 und 2019 innerstädtische Shopflächen aus dem Markt genommen wurden, hat die Leerstandsquote weiter zugelegt. Autor: Stefan Pirker Wachstumskaiser Leerstand Standort + Markt City Retail Österreich Im Jahr 2013 hat das Beratungsunternehmen Standort + Markt erstmals die Citygeschäftszonen der 15 größten Städte Österreichs analysiert. 2014 wur- de die Dokumentation um weitere drei Städte ergänzt, 2017 kam ein Klein- städte-Sample von ursprünglich 14 und mittlerweile 16 Städten hinzu. Aktu- ell dokumentiert man folgende 24 Geschäftsbereiche in 20 Primär- und Sekundärstädten: Wien – City, Wien – Favoritenstraße, Wien – Landstraßer Hauptstraße, Wien – Mariahilfer Straße, Wien – Meidlinger Hauptstraße, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Amstetten, Baden, Bregenz, Dornbirn, Eisenstadt, Feldkirch, Krems, Leoben, Mödling, St. Pölten, Steyr, Villach, Wels und Wiener Neustadt. Hinzu kommen die Kleinstädte Kufstein, Wörgl, Spittal/Drau, St. Veit/Glan, Völkermarkt, Liezen, Knittelfeld, Bruck/ Mur, Weiz, Feldbach, Oberwart, Bruck/Leitha, Horn, Gmunden und Braunau. Alles zusammen wurden im Jahr 2019 13.344 Shops mit einer Gesamtver- kaufsfläche von 2,078 Millionen Quadratmetern erfasst. Die Shopgröße (Verkaufsfläche) belief sich im Durchschnitt auf 156 Quadratmeter, der Filia- lisierungsgrad betrug 38,6 Prozent.

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