CASH 03/2020

66 3|2020 ∙ CASH K a r r i e r e b  H ome O f f i c e Fotos: bongkarn – stock.adobe.com, feelimage W er kann, soll zu Hause bleiben. Wer keiner sys- temrelevanten Tätigkeit nachgeht, möge diese vom heimischen PC aus erledigen. Denn auch wenn ein Unternehmen keine unverzichtbaren Waren oder Dienstleistungen anbietet, dann steht doch bei vielen das eigene wirtschaftliche Überleben auf demSpiel. Die sehr dras- tischenMaßnahmen sollen dieVerbreitung des Covid-19-Virus begrenzen. Allerdings kann das vermehrte Arbeiten in den eigenen vier Wänden zu ganz anderen Problemen führen. Klare Kommunikation Viele Arbeitnehmer würden sehr gerne öfter zu Hause arbei- ten. Jetzt, wo diese Variante in vielen Firmen zum Muss ge- worden ist, ist ihr Glanz aber bereits verblasst. Zum einen gibt es häufig keine Erfahrungswerte mit Home Office und jetzt auch keine Zeit, um dieses System ordentlich zu imple- mentieren. Zum anderen sollte die Alternative zum Büro auf einige Tage im Monat beschränkt und kein Dauerzustand sein. Um in der momentanen Situation die negativen Aus- wirkungen abzufedern, empfiehlt der Unternehmensberater Deloitte zuallererst absoluteTransparenz und klare Ansagen, was von den Mitarbeitern erwartet und verlangt wird: „Home Office bedeutet nicht, rund um die Uhr verfügbar zu sein oder arbeiten zu müssen. Es braucht hier klare Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es kann beispiels- weise helfen, Nicht-Verfügbarkeitszeiten imKalender einzu- tragen“, so Mag. Christian Havranek, Partner bei Deloitte Österreich. Auch die Kunden sollten über die veränderten Arbeitsmodalitäten, Erreichbarkeit, Verfügbarkeit und etwa- ige Einschränkungen informiert werden. Wird Home Office vereinbart, dann sollte dieses zeitlich begrenzt werden und geprüft werden, ob es bereits in den Datenschutzrichtlinien des Unternehmens geregelt ist. Für die Akzeptanz sollten sich dabei besonders die Führungskräfte ihrer Vorbildwirkung bewusst sein. Auch regelmäßiger Kontakt und Abstimmung mit den Zuhausegebliebenen gehöre dazu. Und es sei auch ein Maß an Toleranz und Flexibilität vonnöten: Andere Ge- gebenheiten, ein ungewohnter Rhythmus oder Kinderbetreu- ungspflichten können dazu führen, dass Heimwerker nicht zu denselben Zeiten oder am Stück arbeiten können. Technische Themen Auch gilt es technische Fragen zu klären: So muss das Vor- handensein der Geräte geklärt und überprüft werden, welche In den kommenden Wochen wird sich Berufs- und Alltagsleben oftmals von der realen in die virtuelle Welt verschieben, Cyber-Gefahren inklusive. Wir erklä- ren, auf was man jetzt besonders achten sollte. Autorin: Claudia Stückler Computervirus statt Coronavirus?

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