CASH 03/2020

3|2020 ∙ CASH 77 Foto: foto-hoefinger.at A us der Radelberger-Limonade wurde im Rahmen eines Re- launchs die „Radelberger Limö“. Untrennbar mit dem neuen Mar- kenauftritt verbunden ist das neue Gebinde für die Limonade, denn die Limö ist ausschließlich in 1-Liter-Mehr- weg-Glasflaschen erhältlich. Abgefüllt werden die drei verfügbaren Sorten – und andere Egger-Marken wie Granny’s und Unkraut – in der neuen Anlage bei St. Pölten, die wegen ihrer Vielseitigkeit intern liebevoll auf „die Varianten-Kö- nigin“ getauft wurde. Bis zu 30.000 Fla- schen pro Stunde – oder 60 Millionen jährlich – laufen übers Band, was die Gesamtkapazität von Egger auf 460 Mil- lionen Flaschen pro Jahr erhöht. Kathrin Golger, Eigentümervertreterin von Eg- ger Getränke, begrüßte Mag. Jochen Danninger, Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Sport der niederöster- reichischen Landesregierung und St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Eröffnung. Frank van der Heijden, seit Anfang Februar Geschäftsführer Verkauf & Mar- keting bei Egger Getränke, freut sich, dass die Umstellung auf Glasmehrweggebin- de bei den Händlern kaum auf Wider- stand gestoßen ist: „Der Handel möchte, genauso wie wir, die Bedürfnisse der Konsumenten bedienen – und die Zei- chen der Zeit stehen eben auf Mehrweg. Für die Händler ist dieseArt der Gebinde nichts Neues, schließlich sind wir nicht die Ersten, die darauf setzen. Die Infra- struktur und die Kapazitäten sind vor- handen und der Markt für Mehrweg wächst.“Vorerst wird jedoch nur Spar die Getränke in den neuen Flaschen listen. Am Puls der Zeit Wie groß der ökologische Vorteil von Glasmehrweggebinden im Vergleich zu Kunststoff ausfällt, kommentiert Martin Forster, Geschäftsführer Technik und kaufmännischer Leiter, im CASH-Ge- spräch: „Die Vorzüge sind unumstritten aber wir können aufgrund von nicht kon- stanten Faktoren wie der Lieferdistanz oder der Anzahl der Verwendungen kei- ne genaue CO 2 -Ersparnis beziffern. Mit der neuenAnlage können Gebinde übri- gens bis zu 50Mal wiederbefüllt werden.“ Passend zu den neuen Gebinden wurden auch ungebrandete Kisten vor- gestellt, die Platz für sechs Flaschen bieten. Aufgedruckt ist lediglich der Spruch „Ich trage gerne – der Umwelt zuliebe“. Der Technik-Geschäftsführer erklärt die Idee dahinter: „Mit der neu- tralen Kiste reduzieren wir die Komple- xität für den Handel. So machen wir es den Konsumenten und dem Handel so einfach wie möglich und erhöhen gleichzeitig die Nachhaltigkeit, weil wir markenübergreifend nur ein einziges Gebinde einsetzen.“ • Mit der Eröffnung der neuen Glasgebinde-Abfüllanlage steigert Egger Getränke den jährlichen Output der eigenen Marken und der Private-Label-Partner um bis zu 60 Millionen Flaschen. Autor: Karl Stiefel Mehrweg als Trumpf b  E g g e r G e t r ä n ke C o v e r s t o r y V. l. n.r.: Frank van der Heijden, seit Anfang Februar Geschäftsführer Verkauf & Marketing, Kathrin Golger, Eigentümervertreterin von Egger Getränke, Martin Forster, Geschäftsführer Technik und kaufmännischer Leiter und Jochen Danninger, Landesrat für Wirtschaft, Touris- mus und Sport der niederösterreichischen Landesregierung starten die neue Abfüllanlage.

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