CASH 05-06/2020

80 5–6|2020 ∙ CASH I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t b  F r ü h s t ü c k Foto: exclusive-design – stock.adobe.com D as Frühstück als wichtigste Mahlzeit desTages ist für viele schon lange überholt. Wie die „Kellogg’s Frühstücksumfrage 2019“, für die 502 Personen zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden, zeigt, se- hen nur noch 43 Prozent der unter 30-Jährigen das Frühstück als wichtigs- te Mahlzeit an, nur 39 Prozent nehmen sich unter derWoche bewusst dafür Zeit, während jederVierte darauf verzichtet. Kellogg-Geschäftsführer Mag. Volker Tratz plädiert für Lösungen, um dem Frühstückerschwund entgegenzuwir- ken: „Produktinnovationen und Trends sind gefragt, um vor allem die jüngere Zielgruppe noch stärker für das Früh- stück begeistern zu können. Denn das Frühstück liefert die Energie für den gesamten Tag, darauf sollte nicht ver- zichtet werden.“ Dabei ist das Frühstück mittlerweile eine individuelle Angele- genheit geworden und den Gaumen- freuden keine Grenzen gesetzt, wie Winkelbauer-Geschäftsführer Thomas Winkelbauer weiß: „Das Thema Früh- stück erlebte in den vergangenen Jahren eine enorme Wandlung. Die ehemals konservative Mahlzeit hat eine völlig neue Esskultur entwickelt. So werden losgelöst von Uhrzeiten Bowls, Por- ridges, Eier, Hummus und vieles mehr angeboten. Beim Frühstück geht es um einen ausgewogenen Mix aus kalten und warmen Gerichten, österreichi- schen und internationalen Rezepten, Traditionellem und Neuem.“ Das sieht auch Mag. (FH) Petra Gruber, dm-Ge- schäftsführerin Marketing und Einkauf, so: „Die Konsumenten tendieren ver- mehrt zu einem verlängerten Frühstück, Frühstücks-Bowls und Superfood- Smoothies werden den ganzenTag über verzehrt.“ Die Frühstückstrends können dabei unterschiedlicher nicht sein und reichen von gesund bis zuckersüß. „Nachhaltigkeit, Ernährungsbewusst- sein – beispielsweise zuckerreduziert, hoher Proteingehalt, low Carb – und Unverträglichkeiten sind wichtigeThe- men. Gleichzeitig verzeichnen klassi- sche, aber auch Crunchy-Müslivarianten und Cerealien mit Schokoladeanteil sowie klassische Schokoaufstriche wei- terhin ein positives Wachstum“, führt Mag. Paul Pöttschacher, Pressesprecher bei Rewe International aus. Aufteilung nach ECR Unangefochtene Nummer eins auf dem Frühstückstisch sind übrigens Brot oder Semmerln – dazu greifen immerhin 42 Prozent der Befragten aus der Kellogg’s-Frühstücksumfrage.Wobei das Brot nach ECR-Klassifikation eigentlich nicht in die Warengruppe „Frühstück“ Das klassische Frühstücken verliert vor allem bei den jungen Konsumenten immer mehr an Bedeutung, dafür wird der Frühstückstisch immer vielfältiger. Von ernährungsbewusst zu Hauptsache crunchy-süß ist alles dabei. Autorin: Christina Grießer Zeit für Morgenroutine

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