CASH 07-08/2020

58 7–8|2020 ∙ CASH Fotos: foto_christian@mac.com, Bäckerei Felber CASH: Die Bäckerei Felber erwirtschaftet einen Großteil ihres Umsatzes in den rund 50 Eigenfilialen. Welche wirtschaftlichen Folgen hatte und hat das Coronavirus für dieses Geschäftsfeld? Doris Felber: Mit dem Inkrafttreten der Coronavirus-Schutz- maßnahmen Mitte März mussten wir beinahe die gesamte Belegschaft in Kurzarbeit schicken, die nun seit Ende Juni schrittweise ausläuft. Es fehlen uns in den Filialen aber immer noch 30 bis 35 Prozent der Umsätze imVergleich zumVorjahr. Vor allem in jenen Geschäften an Hochfrequenzlagen und Verkehrsknotenpunkten, die in den letzten Jahren eine gute Performance geliefert haben, bleiben die Erlöse besonders deutlich unter dem Niveau vor demAusbruch des Coronavi- rus. Im Gegenzug zeigen Filialen inWohngegenden, die sich zuletzt nicht ganz so dynamisch entwickelt haben, eine eher zufriedenstellende Geschäftslage. Richtig schlimm ist es nach wie vor im Wiederverkauf – sprich in der Belieferung von Gastronomie und Hotellerie –, wo wir Ende Juni weiterhin Umsatzeinbußen von rund 80 Prozent beklagen mussten. Bäckereien mit einem hohen Filialanteil spüren die Auswirkungen des Corona- virus ganz besonders. Wie KR Doris Felber damit umgeht, schildert sie im Interview mit CASH. Interview: Stefan Pirker Der schwere Weg zurück I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t I N T E R V I EW  b  D o r i s F e l b e r / B ä c ke r e i F e l b e r

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