CASH 07-08/2020

64 7–8|2020 ∙ CASH I n d u s t r i e M a r k t r e p o r t b  K u c h e n & F e i n b a c kwa r e n Fotos: babsi_w – stock.adobe.com, A_Lein – stock.adobe.com W ie nahezu für alle Lebens- mittelproduzenten und -händler läutete der März 2020 auch für die Hersteller von Kuchen und Feinbackwaren eine echte Ausnah- mesituation ein. „Was dieAuswirkungen der Coronakrise auf den Umsatz betrifft, so haben auch wir ähnlich wie in ande- ren Bereichen die gesteigerte Nachfrage imMärz deutlich gespürt. In der Kalen- derwoche 12 gab es massive Hamster- käufe. Doch danach ist rasch eine Nor- malisierung auf leicht niedrigerem Niveau eingetreten“, erzählt Johann Suntinger, Geschäftsführer von Jomo. Insgesamt ist der österreichische Ge- samtmarkt für Kuchen und Feinback- waren im ersten Halbjahr 2020 laut Nielsen im mittleren einstelligen Be- reich gewachsen. Neue Käufer konnten dabei insbesondere haltbare Kuchen und Stollen lukrieren, wie Mag. Zuzana Kienast, Senior Marketing Consultant bei GfK Austria erklärt. Der Trend zum vermehrten Selber Backen während der Ausgangsbeschränkungen und Sperren der Gastronomie hat also den gestiege- nen Käufen von Kuchen und Feinback- waren im LEH keinenAbbruch beschert, da viele auf eine schnelle, süße Beloh- nung in den eigenen vier Wänden ein- fach nicht verzichten wollten. Safety first Auch wenn nun, wie vorhin zitiert, bei den Produktionsmengen wieder eine gewisse Normalität eingetreten ist, so befindet sich die Branche imBereich der Mitarbeiter weiterhin im absoluten Spe- zialmodus. „Die genaue Einhaltung der Hygienemaßnahmen war und ist obers- tes Gebot. Durch eine nach wie vor strik- te Trennung der Verwaltung und der Produktion sowie zahlreiche Präventi- onsmaßnahmen wie zum Beispiel der Verzicht auf externe Besuche in unserer Firma wird eine Risikoübertragung zwi- schen den verschiedenen Unterneh- mensbereichen bestmöglich verhin- dert“, betont Suntinger. Diese Maßnahmen gelten übrigens auch für das Tochterunternehmen Thurner im burgenländischen Steinberg-Dörfl. Ähnliches berichtet Mag. Daniela Kapelari-Langebner, Ölz-Geschäftsfüh- rerin fürVertrieb, Marketing und Human Resources: „Ein umfangreicher Präven- tionsplan stellt die Sicherheit der Mit- arbeiter an die erste Stelle und er ist nach wie vor in Kraft. Dies gewährleis- tet die Produktions- und Liefersicher- heit. So gilt beispielsweise in Begeg- nungszonenweiterhindieMaskenpflicht Beim Feingebäck konnten in der Hochphase der Covid19-Zeit insbesondere haltbare Kuchen und Stollen profitieren. Autor: Stefan Pirker Daheim genießen „Fehlte auf- grund der Covid19-Schutz- maßnahmen der Kuchen von der Oma oder die Torte aus der Kondi- torei, griff man öfter zur Feinbackware aus dem Supermarkt.“ Stefan Pirker, CASH-Chef vom Dienst

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