CASH 09/2019

42 9|2019 ∙ CASH H a n d e l I N T E R V I EW  b  R i c h a r d L u g n e r / L u g n e r C i t y Fotos: Johannes Brunnbauer CASH: Herr Lugner, Ihre Lugner City begeht im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Was hat Sie eigentlich damals bewo- gen, gerade hier ein Einkaufszentrum hinzubauen? Richard Lugner: Ich hatte Ende der Achtziger Jahre in Wien bereits einige Objekte am Laufen, in denen die Kombination Büros, ein Gastrobetrieb, ein Dienstleister wie zum Beispiel ein Friseur, eine Tabak-Trafik und in einigen auch ein oder mehrere Geschäfte sehr gut angenommen wurde. Freunde und Bekannte sind zu dieser Zeit des Öfteren an mich her- angetreten, das Konzept etwas größer und im innerstädtischen Bereich umzusetzen. Und der heutige Standort war von vornherein klar? Nicht unbedingt, aber er war insofern ideal, weil die damals hier angesiedelte Galvanisierungsfabrik Skolnik ohnehin den Standort wechseln und wegziehen wollte. Somit galt es auch, die Nachbargrundstücke zu kaufen und rund 150Wohnungen abzulösen. Nach etwas Hilfe seitens der Politik konnte ich schlussendlich am 27. September 1990 mit 60 Geschäften und fünf Gastrobetrieben auf insgesamt 15.000 Quadratmetern den ersten Bauteil eröffnen – inklusive 500 Parkplätzen, was zusätzlich für Attraktivität sorgte. Wie ging’s dann weiter? Die Baustufen 2, 3 und 4 folgten 1997, 2000 und 2005, inklu- dierten einÄrztezentrum, den Kinoteil, zusätzliche Parkplät- ze auf insgesamt zwei Ebenen, die Brücke über den Gürtel inklusive Rolltreppe direkt von der U-Bahn-Station zu uns herauf. 2007 kam dann ein weiteres Gebäude dazu, das 2017 erweitert und um ein Hotel ergänzt wurde. Richard Lugners Engagement für seine City hat die Grenzen zwischen privat und beruflich längst egalisiert. CASH sprach mit dem Gründer des erfolgrei- chen EKZ über die Anfänge, die aktuellen Highlights und über die Zukunft. Interview: Willy Zwerger Der Rosenkavalier

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