CASH 03/2019

92 3|2019 ∙ CASH I n d u s t r i e V e r t r i e b s ma n ag e r i m P o r t r ät  b  Ma t h i a s Wa l s e r / J o s e f Ma n n e r ten sich schon ein paar Jahre zuvor neu.Walser selbst wech- selte schließlich zu Julius Meinl, wo er sieben Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen und zuletzt alsVerkaufs- leiter Retail & Depot tätig war. Faszination für österreichische Traditionsbetriebe „Ich finde es extrem faszinierend, für diese österreichischen Familienbetriebe und ihre spannenden Marken zu arbeiten“, erklärt derVertriebsprofi, der noch gerne an die Begegnungen mit dem im Jahr 2017 verstorbenen ehemaligen Aufsichts- ratsvorsitzenden und Enkel des Firmengründers Dr. Carl Manner zurückdenkt. „Er hatte immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter und ist jedemAngestellten mit Wertschät- zung begegnet. Er war jeden Tag im Büro und sein Tod hat alle sehr getroffen. Umso schöner ist es, dass die für ihn so wichtige soziale Komponente im Unternehmen nach wie vorgelebt wird“, erinnert sich Walser. Handschlagqualität zählt In seiner Funktion alsVerkaufsdirektor zeichnet der Absolvent des Studienzweiges Unternehmensführung – Management der FHWien, der sich als direkter aber nicht als strenger Chef bezeichnet, mit seinem siebenköpfigenTeam unter anderem für die Betreuung von Händlern und Großhändlern verant- wortlich. Die Zusammenarbeit mit diesen bezeichnet er auch aufgrund der häufig wechselnden Ansprechpartner als her- ausfordernd. „Letztendlich geht es im Verkauf immer um Beziehungsmanagement und darum gemeinsame Ziele zu definieren, um gemeinsam erfolgreich sein zu können. Auch wenn die harten Gespräche nicht einfacher werden, es ist schön, dass man sich im Großen und Ganzen immer noch auf die Handschlagqualität verlassen kann.“ Großen Spaß macht dem Italien-Fan darüber hinaus die Weiterentwicklung der zehn eigenen Man- ner Shops mit rund 70 Mitarbeitern, wo der direkte Kontakt zum Kon- sumenten am stärksten spürbar ist. „Neben dem klassischen Key Accounting und Kunden- gesprächen, die aus Zeitgrün- den viel zu selten auf der Tagesordnung stehen, ist vor allem dieser Teil des Business ein sehr spannender, weil man bei einem Besuch im Shop ein direk- tes und zumeist auch ehrliches Konsu- menten-Feedback bekommt“, so Walser. Hochzeit im Juni Ehrlichkeit und Vertrauen sind im Übrigen jene Werte, die MathiasWalser auch privat sehr wich- tig sind. Er bezeichnet sich als Familienmensch durch und durch und ist seiner Schwester Manu- ela bis heute auch dafür dankbar, dass sie ihn nach dem Abbruch des Wirtschaftsstudiums am BWZ dazu ermutigt hat, berufsbegleitend auf der FachhochschuleWien einen neuenAnlauf zu star- ten. Mit Erfolg, den er nur ihr zu verdanken hat, wieWalser heute sagt. Sein Engagement bei Man- ner wird in seinem Umfeld durchwegs positiv gesehen. „Manner ist eine Marke, zu der die meis- ten Personen im schlimmsten Fall eine neutrale Einstellung haben. Denmeisten Menschen zaubert aber alleine der Name ein Lächeln ins Gesicht und für meine Nichten und Neffen bin ich sowieso ein echter Superheld“, freut sichWalser. Selbst hat er noch keine Kinder, allerdings steht in Kürze eine Hochzeit ins Haus. Im Juni heiratet der politikin- teressierte Manager, der gerne in die Oper und ins Theater geht, seine Freundin und derzeitige Casali-Brand Managerin Shanna-Carina Zajicek, BSc. Kennengelernt haben sich die beiden vor drei Jahren, wie könnte es anders sein, am Ar- beitsplatz. „Ich bin sehr stolz, dass ich die Welt seit mittler- weile neun Jahren mehr und mehr rosa färben darf und wünsche mir, dass das auch noch lange so sein wird. Sollte allerdings irgendwann ein weiterer Karriereschritt folgen, wäre dieser eine ganzheitliche Verantwortung zu überneh- men“, so Walser abschließend. • „Ich lege größten Wert auf Handschlagqualität und verhalte mich selbst auch so.“

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