CASH 04/2019

A uch wir sind natürlich nicht perfekt und es gibt noch viele Dinge, die wir besser machen müssen“, erklärte Alexandra Palt, Chief Corporate Responsi- bility Officer, bei der ersten Nachhaltigkeitskonferenz von L’Oréal Österreich in der französischen Botschaft inWien. Im Rahmen der Veranstaltung mit rund 170 Gästen stellte die seit über 20 Jahren in Frankreich lebende gebürtige Österrei- cherin die 2013 lancierte Nachhaltigkeitsinitiative „Sharing Beauty With All“ vor. Bereits seit 110 Jahren hat das Thema für den Kosmetikkonzern einen hohen Stellenwert, die Fest- legung konkreter Ziele, die durchaus als ambitioniert zu beschreiben sind (siehe Kasten unten) , hat allerdings zu einer neuen Denkweise imUnternehmen geführt. „Nachhaltigkeit hat seither bei allen Prozessen und Entscheidungen Priorität und die Bedeutung der wirtschaftlichen und der kosmetischen Performance sowie des ökologischen Fußabdrucks stehen nun gleichberechtigt nebeneinander“, so Palt weiter. Herausforderung: Konsumenten begeistern Im Hinblick auf die Berücksichtigung der gesamten Wert- schöpfungskette spannt sich der Bogen dabei von der Pro- duktentwicklung inklusive Inhaltsstoff-Beschaffung, Pa- ckaging und Produktion,Transport überVertrieb und Konsum bis hin zur Beteiligung anderer am Unternehmenserfolg. Gültigkeit hat das Engagement für alle Produkte und Marken des Unternehmens.Weltweit sind das immerhin rund sieben Milliarden Stück, die jährlich über die Ladentische wandern und damit einen großen Nachhaltigkeits-Impact haben. Die größte Herausforderung dabei sei es aber, die Konsumenten mitzunehmen, die sich trotz bekundetem Interesse an Nach- haltigkeit von leichteren und reduzierter gestalteten Verpa- ckungen mit weniger Glamour nicht so stark angezogen fühlen. Palt: „Die Konsumenten belohnen uns noch nicht dafür, auch wiederbefüllbare Kosmetika sind aktuell noch kein wirtschaftlicher Erfolg. Das Schwierigste ist: Wir sind alle nicht schnell genug, wenn es um die Adaptierung des Lebensstils, der Konsumgewohnheiten und der eigenen Be- quemlichkeit geht.“ Im Anschluss an die Konferenz präsen- tierte L’Oréal im Rahmen einer Ausstellung seine nachhal- tigsten Marken. • Teil der Unternehmens-DNA Sharing Beauty With All Vier Säulen: „Nachhaltige Innovation“, „Nachhaltige Produktion“, „Nachhaltiges Leben“, „Nachhaltige Entwicklung“. Ergebnisse 2018 – wichtigste Kennzahlen • • 79 % der neuen/erneuerten Produkte haben ein verbessertes Umwelt- oder Sozialprofil • • Reduktion der CO 2 -Emissionen in den Fabriken und Lagerhallen um 77 % (seit 2005, bei + 38 % Produktion) • • 100 % der neuen/erneuerten Produkte wurden mit SPOT (Sustainable Product Optimisation Tool) evaluiert • • 63.584 benachteiligte Menschen erhielten Zugang zum Arbeitsmarkt 174 4|2019 ∙ CASH b  L’ O r é a l I n d u s t r i e Foto: Katharina Schiffl Rückten das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus (v.l.n.r.): Roland Schatz/Senior Advisor des UN-Generaldirektors in Genf & CEO der UNGSII Founda- tion, die L’Oréal Führungsriege rund um Österreich-GF Klaus Fassbender, Alexandra Palt/Chief Corporate Responsibility Officer, Alexandra Pifl/Director Corporate Communications & CSR und Laurent Gilbert/Sustainable Innovation Director sowie Markus Bürger/Generalsekretär des Österreichischen Rats für nachhaltige Entwicklung L’Oréal Österreich treibt das Thema Nachhaltigkeit mit der Initiative „Sharing Beauty With All“ seit dem Jahr 2013 konsequent voran. In der ersten Nachhaltig- keitskonferenz des Kosmetikkonzerns wurden bisherige Ergebnisse kommuniziert. Autorin: Michaela Schellner

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