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Adidas streicht Verbots-Klauseln gegen Online-Händler

Anfang 2013 verbot der Sportartikelhändler den Verkauf seiner Produkte auf offenen Marktplätzen im Internet. Nach Protesten und einem Verfahren des Bundeskartellamtes hebt Adidas seine Klauseln auf.

Online-Händler dürfen Adidas-Produkte in Zukunft wieder auf offenen Online-Marktplätzen verkaufen. Nachdem der Sportartikelanbieter den Verkauf seiner Produkte über die Marktplätze von Amazon, eBay, Rakuten und Co. seit Anfang 2013 verboten hatte, schritt das Bundeskartellamt wegen einer möglichen Behinderung des Wettbewerbs ein. „Nach europäischem Kartellrecht ist es nicht erlaubt, wesentliche Vertriebskanäle wie den Online-Handel weitgehend auszuschalten“, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Online-Marktplätze seien „gerade für kleine und mittlere Sportfachhändler auch in Anbetracht rückläufiger Kundenfrequenzen eine wichtige Möglichkeit, ihren Kundenkreis zu erweitern“, gibt Mundt zu verstehen.



Adidas hat seine Beschränkungen für Online-Händler mittlerweile aufgehoben, und ist damit dem Verfahrensabschluss des Bundeskartellamtes zuvorgekommen. Das Sportartikel-Unternehmen will jedoch künftig darauf achten, dass seine Marke in einem entsprechenden Umfeld präsentiert wird – etwa in Bezug auf Originalbilder bei der Produktpräsentation. Es wurde außerdem klargestellt, dass es allen autorisierten Händlern freisteht, Markenbegriffe von Adidas als Suchwort bei der Suchmaschinenwerbung wie etwa Google AdWords zu verwenden.



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