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Amazon eröffnet vollautomatisierten Supermarkt

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Screenshot: www.amazon.com
Screenshot: www.amazon.com

Lange war es ruhig um Amazon Go geworden, nachdem Anfang vergangenen Jahres eine Testphase begonnen hatte. Doch seit Montag Früh hat der Online-Riese mit Amazon Go ein Supermarktkonzept in Seattle eröffnet, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Bereits im Dezember 2016 hat Cash.at über das futuristische Supermarkt-Konzept Amazon Go des ursprünglich als Onlinehändler gestarteten US-Unternehmens in Seattle berichtet – nun hat Amazon Go nach einer Beta-Phase für alle Konsumenten eröffnet. Das Besondere: Der Einkaufsvorgang passiert vollkommen automatisiert, also ohne Verrechnung an der Kasse. Diese erfolgt über eine mobile Anwendung am Smartphone. Der Kunde registriert sich beim Eingang per Amazon Go App. Der Kunde entnimmt die gewünschte Ware aus dem Regal, dies wird durch Sensoren registriert und in der Einkaufsliste der App vermerkt. Legt der Kunde das Produkt wieder zurück, verschwindet dieses automatisch von der Liste. Verlässt der Konsument wieder das Geschäft, werden alle Artikel über das Amazon-Konto des Kunden abgerechnet, der Kunde erhält kurz darauf eine Rechnung über seinen Einkauf.

Die US-amerikanische Tech-Plattform Geekwire hat den Markt in Seattle bereits besucht und seine Erfahrungen geteilt. Zwar gab es keine Schlangen bei den Kassen im Geschäft, jedoch aufgrund des großen Interesses vor dem Standort selbst. Und Amazon Go hat den Test bestanden. Der Journalist des Magazins entnahm einen Salat aus dem Regal, legte diesen wieder zurück und entschied sich dann für ein anderes Produkt. Dieses wurde in der App ordnungsgemäß erfasst und beim Verlassen des Geschäfts verrechnet.

Ladendiebstahl wird erschwert
Die New York Times hat ebenfalls bereits bei Amazon Go eingekauft. Wie Nick Wingfield beschreibt, fühlt es sich beim Betreten des Supermarkts wie in einer U-Bahn-Station an, da man für die Registrierung Sicherheitsschranken passieren muss. Außerdem finden sich aufgrund des Fehlens eines Bezahlprozesses weder Einkaufswägen noch Körbe im Geschäft, da die Kunden die Ware gleich in ihre Kleidung, Rucksack etc. verstauen können. Ladendiebstahl wird ebenso erschwert: Der Redakteur der New York Times wollte die Sensoren austricksen und stülpte ein Einkaufssackerl über eine Limonade, bevor er sie aus dem Regal etnnahm – der Artikel wurde trotzdem von Amazon verrechnet. Ganz lückenlos ist das System aber noch nicht: Eine Reporterin von CNBC stahl unabsichtlich ein Joghurt bei ihrem Einkauf.
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