Amazon: Mit Klagen gegen die Hintermänner gef...
 
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Mit Klagen gegen die Hintermänner gefälschter Rezensionen

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Im Kampf gegen gekaufte oder irreführende Produktrezensionen leitete Amazon rechtliche Schritte gegen mehr als 10.000 Facebook-Gruppen ein, in denen derartige Machenschaften organisiert werden.

Gefälschte Produktrezensionen sind mittlerweile ein milliardenschweres, globales Geschäft. Organisiert wird es zum Großteil über Social Media. Am 19. Juli 2022 hat nun Amazon rechtliche Schritte gegen die Administratoren von mehr als 10.000 Facebook-Gruppen eingeleitet, die versuchen, gefälschte Bewertungen bei Amazon im Austausch gegen Geld oder kostenlose Produkte zu verbreiten. Diese Gruppen wurden mit dem Ziel eingerichtet, Personen zu rekrutieren, die bereit sind, gekaufte und irreführende Rezensionen in Amazons Stores in den USA, UK, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder Japan zu veröffentlichen. Eine der Gruppen, die in der Klage genannt wird, ist "Amazon Product Review". Sie hatte über 43.000 Mitglieder, bevor sie Anfang des Jahres von Facebook gelöscht wurde.

Laut Eigenaussage verbietet Amazon "gefälschte Rezensionen strikt und beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter:innen auf der ganzen Welt, die sich dem Schutz der Stores vor Betrug und Missbrauch widmen - einschließlich gefälschter Rezensionen". So hat Amazon seit dem Jahr 2020 mehr als 10.000 Gruppen für gefälschte Bewertungen an Facebook gemeldet, von denen folglich mehr als die Hälfte wegen Richtlinienverstößen gelöscht wurden.

Amazon verweist darauf, dass man mit moderner Technologie und erfahrenen Prüfteams selbst proaktiv gegen Rezensions-Betrüger vorgeht. "Unsere Teams stoppen Millionen verdächtiger Bewertungen, bevor sie jemals von Kund:innen gesehen werden. Und diese Klage geht jetzt noch einen Schritt weiter, um Täter in den sozialen Medien zu enttarnen, sagt Dharmesh Mehta, Amazons Vice President Selling Partner Services.
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