: Audi, BMW und Daimler übernehmen Kartendie...
 

Audi, BMW und Daimler übernehmen Kartendienst Here

-
Der digitale Kartendienst Here ist auch als App für iOS und Android verfügbar. (Foto: Here)
Der digitale Kartendienst Here ist auch als App für iOS und Android verfügbar. (Foto: Here)

Mit der Übernahme des digitalen Kartendienstes von Nokia wollen die Autohersteller ihren Kunden künftig neue Services bieten.

Audi, BMW und die Daimler haben mit Nokia vereinbart, dessen digitalen Kartendienst Here zu übernehmen. Mit diesem Schritt soll die Verfügbarkeit der Produkte und Dienstleistungen von Here als offene, unabhängige und wertschaffende Plattform für cloud-basierte Karten und Mobilitätsdienste dauerhaft gesichert werden, so die Verantwortlichen. Die drei Partner übernehmen den Dienst jeweils zu gleichen Teilen. Der Kaufpreis beträgt laut eigenen Angaben 2,8 Milliarden Euro. Vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden wird der Abschluss der Transaktion im ersten Quartal 2016 erwartet. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin soll auch nach der Übernahme unabhängig bleiben und seine Dienste Kunden aller Branchen anbieten.



Here wurde gegründet, um die Grundlage für die nächste Generation der Mobilität und ortsbezogener Dienste zu schaffen. Für die Autoindustrie ist dies die Basis für neue Assistenzsysteme bis hin zum vollautomatisierten Fahren. Dabei werden präzise digitale Karten mit Echtzeit-Fahrzeugdaten verbunden, um neue Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen. Auf Grundlage der gemeinsamen Rohdaten können Automobilhersteller ihren Kunden zudem differenzierte und markenspezifische Dienste anbieten. “Here wird eine Schlüsselrolle bei der digitalen Revolution der Mobilität spielen und dabei hochpräzise Karten mit Daten aus dem Fahrzeugumfeld kombinieren, um das Fahren für alle sicherer und einfacher zu machen”, sagt Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands von BMW.



Durch die Nutzung von Daten ist es etwa möglich, Fahrer in Echtzeit vor Gefahren wie Glatteis zu warnen. Auch aufkommende Staus können künftig noch präziser angegeben werden, was das Risiko von Unfällen reduzieren soll. In einem weiteren Schritt könnten aus den Daten kritische Kurvendurchfahrungen erlernt werden, um den Fahrer rechtzeitig zu warnen oder Assistenzsysteme zu aktivieren. Denkbar ist auch das Antizipieren von Ampelphasen, um ein Fahrzeug mit angepasster Motorleistung und minimiertem Verbrauch auf einer “grünen Welle” durch die Straßen zu navigieren.



stats