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Starker April für Onlinehandel in Deutschland

Pete Linforth/pixabay.com

Den im März 2020 erlittenen Umsatzrückgang konnten Onlinehändler in Deutschland im Folgemonat wieder aufholen.

Wie eine Sonderauswertung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) auf Grundlage der übers ganze Jahr erhobenen Verbraucherbefragung "Interaktiver Handel in Deutschland" zeigt, lag der E-Commerce mit Waren im April 2020 um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte ein Volumen von 6,82 Mrd. Euro inkl. USt (April 2019: 5,78 Mrd. Euro). Kumuliert man die Monate März und April, so steht ein Plus von 2,3 Prozent zu Buche, was zeigt, dass man den sehr schwachen Monat März (miuns 18,1 Prozent), geprägt vom Ausbruch der Coronavirus-Pandemie, kompensieren konnte.

Dies trifft jedoch nicht auf alle Branchen zu. In den Bereichen Bekeidung (minus 8,8 Prozent), Schuhe (minus 11,3 Prozent) und vor allem Schmuck & Uhren (minus 40,3 Prozent) verzeichnete man 2020 selbst bei der Zusammenfassung der Monate März und April im Vergleich zur Vorjahresperiode ein dickes Minus. "Die Kaufzurückhaltung in diesen Kategorien entspricht der generellen Konsumzurückhaltung im gesamten Handel und einem derzeitigen, ausschließlich bedarfsgeprägten Einkauf", erklärt der bevh in einer Aussendung.

Viel besser lief es für den E-Commerce in diesen beiden Monaten in den Branchen Lebensmittel (plus 101,1 Prozent), Drogerie (plus 55 Prozent) und Medikamente (plus 87,3 Prozent). Die im März erzielten starken Umsatzzuwächste konnten nahtlos in den April mitgenommen werden. Sowohl 2019 als auch 2020 lag übrigens Ostern mitten im April, sodass kalenderbedingte Sondereffekte nicht auftraten.
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