dmexco 2017: CASH auf der dmexco in Köln
 
dmexco 2017

CASH auf der dmexco in Köln

Vortragende von IBM, BMW, Microsoft und Twitter sprachen über die Herausforderungen für die Wirtschaft, die mit der stetigen Transformation durch die Digitalisierung verbunden sind.

Galerie: CASH auf der dmexco in Köln

Die Digitalmesse dmexco hat auch in diesem Jahr (13./14. September) wieder rund 50.000 Besucher angezogen. Neben mehr als 1.000 Ausstellern warteten eine Reihe an interessanten Vorträgen auf die Besucher. Mit vier großen Vortragshallen, acht Seminarräumen, zwei Starup-Villages und zwei Work-Labs hatten die Teilnehmer der diesjährigen dmexco die Qual der Wahl – so auch die Redaktion von CASH, die am ersten Tag vor Ort war. Wir berichten über die interessantesten Aussagen für Handel und Industrie.

Emotionen mit Künstlicher Intelligenz einfangen
Gutes Marketing schafft es, mit der eigenen Marke die Emotionen und Gefühle der Konsumenten anzusprechen. Mit IBM Watson hat das Technologieunternehmen diesen Bereich schon seit einiger Zeit in Angriff genommen. Bob Lord, Chief Digital Officer bei IBM, sprach in seiner Opening Keynote über die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz. Lord berichtete über den Produzenten Alex da Kid, der mit Hilfe von IBM Watson einen Song geschaffen hat, der es in die Billboard Top 10 geschafft hat. „Not easy“, war das Produkt der Analyse von zahlreichen erfolgreichen Songs der vergangenen Jahre. Doch was hat das alles mit Marketing zu tun?, so die Frage von Lord. „Kreativität ist die Quelle einer jeden erfolgreichen Marketing-Kampagne“, so der CDO von IBM. Mit Watson Ads hat IBM ein Werkzeug geschaffen, mit dem Konsumenten kommunizieren und mehr über ihre Lieblingsmarken erfahren können. Es entsteht hier also eine personalisierte Kommunikation mit dem User, im Zuge dessen auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden geachtet wird. „Wir kratzen hier erst an der Oberfläche“, versicherte Lord.

Neue Möglichkeiten für den Kundenkontakt
Im Panel „Connecting the world“ sprachen Dieter May (BMW) und Rick van der Kooi (Microsoft) über die Verbindung des Automobils mit digitalen Technologien. „Früher hat man ein Auto gekauft und hat ab und zu ein Service gemacht“, so May, „Ansonsten gab es wenig Kontakt mit dem Kunden.“ Durch neue digitale Sprachassistenten wie Microsofts Cortana ändert sich das nun. Es entstehen neue Möglichkeiten, um auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. „Hier entsteht in einer Industrie ein vollkommen neuer Marketing-Kanal. Es handelt sich vielleicht nicht um einen Push-Channel, aber sicherlich um einen Kanal, um Kunden zufriedenstellen zu können“, wie van der Kooi betonte. Wie man Kunden am besten erreicht, darüber sprach auch Sheryl Sandberg, COO von Facebook, in ihrer Keynote. In ihrem Vortrag ging es darum, wie Unternehmen eine Community rund um ihre Produkte aufbauen. Und das am besten über das Mobilgerät.

Junge Wilde für’s Marketing
Das digitale Zeitalter bringt noch weitere Möglichkeiten, um eine Marke aufzubauen. Viele Unternehmen versuchen ihre jungen Zielgruppen über Influencer im Web zu erreichen. Mit der U.S.-Amerikanerin Rachel Levin und dem Deutschen Felix von der Laden konnte die Konferenz zwei erfolgreiche YouTuber auf die Bühne holen, die im Monat mehrere Millionen Klicks generieren. Das diese in den vergangenen Jahren aufstrebende Form des Marketings von vielen belächelt wird, kann der erst 23-jährige von der Laden nicht verstehen: „Die meisten Influencer sind sehr passioniert und mit viel Herz dabei. Es bedeutet aber auch eine Menge Arbeit und den Druck, täglich guten Content zu produzieren beziehungsweise die Qualität zu halten und zu verbessern.“

Neben YouTube gibt es noch eine Reihe an sozialen Netzwerken, die Unternehmen helfen, ihre Zielgruppe zu erreichen. Twitter ist wohl eines der bekanntesten Werkzeuge für Unternehmen, um Neuigkeiten zu verbreiten. Mit Jack Dorsey konnte die dmexco den Gründer und CEO von Twitter auf die Bühne holen. Bekanntester Twitter-Nutzer ist derzeit wohl U.S.-Präsident Donald Trump. Stört es Dorsey, wie Trump mit dem Medium umgeht? „Nein, denn ich finde es positiv, dass Menschen die Möglichkeit haben, von unseren Leadern zu hören. Barack Obama hat schließlich auch während seiner Regierungszeit getwittert.“ So ist es Dorsey auch egal, ob Twitter letztendlich ein Technologie- oder Medienunternehmen ist. „Wir wollen es den Menschen ermöglichen, Dinge zu erfahren, die sie interessieren.“
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