Checklens: Checklens auch in Deutschland ausg...
 
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Checklens auch in Deutschland ausgezeichnet

Handelskongress Deutschland/Jörg Sarbach
Christoph Lockemann (re.), Zielgruppendirektor Handel & Dienstleistung, Signal Idona Gruppe überreicht den Preis an Konstantin Heiller, Vice-President Sales & Marketing, Checklens.
Christoph Lockemann (re.), Zielgruppendirektor Handel & Dienstleistung, Signal Idona Gruppe überreicht den Preis an Konstantin Heiller, Vice-President Sales & Marketing, Checklens.

Das Salzburger Start-up, das bei der diesjährigen CASH Start-Up-Competition am CASH Handelsforum als Publikumssieger hervorging, wurde nun auch beim Deutschen Handelskongress prämiert.

Die Auszeichnung beim CASH Handelsforum galt als Kickstarter für das junge Unternehmen Checklens aus Salzburg. Konstantin Heiller, Vice-President Sales & Marketing bei Checklens: "Wir haben uns gegenüber zwei wirklich spannenden Start-ups durchgesetzt und freuen uns über den Newcomer-Preis", so der Unternehmer. Im Rahmen des Handelskongresses Deutschland 2021 wurde diese Woche Checklens zum Publikums-Sieger des Elevator-Pitches gewählt. Checklens präsentierte dort seine auf Künstliche Intelligenz (KI) basierende Technologie, die Scan-Fehler an einer Selbstbedienungskasse erkennt und korrigiert. Die KI assistiert Kunden beim Scanvorgang und minimiert den Warenschwund und die Inventurdifferenzen im Einzelhandel. Insgesamt drei Unternehmen haben ihre Geschäftsidee auf der Hauptbühne des Handelskongresses der versammelten Branche präsentiert. Die drei Finalisten wurden bereits Ende September 2021 bei der Newcomer Session von einer Expertenjury bestimmt. Nun durften die drei Newcomer auf die große Bühne zur jährlichen Präsenzveranstaltung nach Berlin. Bei einer fünfminütigen Präsentation stellten die Unternehmen nacheinander ihre Innovation vor. Die Kongressteilnehmer wählten Checklens schließlich zum Newcomer der Branche.

Keine Playstation zum Bananenpreis

Sie werden ja immer beliebter, die Self-Scan-Kassen, die lange Warteschlangen und damit Menschenansammlungen vermeiden und zusätzlich die Mitarbeiter im Handel entlasten und die Effizienz steigern sollen. Der Markt für diese Selbstbedienungskassen (auch Self-Check-outs oder SCOs genannt) wächst jährlich im Durchschnitt um 17,8 Prozent. Doch leider lautet die Kehrseite der Medaille: Der Schwund steigt. Durch das Nicht-Scannen von Produkten entgehen den Unternehmen laut EHI Retail Institut in Köln je nach Branche zwischen 0,55 bis 0,8 Prozent des Umsatzes. Das muss nicht sein, es gibt die Lösung von Checklens, die Kundenaktivitäten kontrolliert, doch als österreichischer Anbieter sämtliche Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung verlässlich einhält: Eine smarte Kamera wird oberhalb der Selbstbedienungskassa installiert, die alle Produkte erkennt und verifiziert.

Hier arbeitet künstliche Intelligenz für den Unternehmer, denn diese Kamera erkennt auch „Non-Scans“, die herkömmliche Sicherheitswaagen nicht wahrnehmen können. Die visuellen Eindrücke der Kamera werden mit den Scandaten der Kassa verglichen und im Falle einer Diskrepanz korrigiert. Gesichter oder Kreditkartendaten werden anonymisiert, die KI in der Kamera fokussiert rein auf die Produkte. Konstantin Heiller, Vice-President Sales & Marketing der Firma, die bereitsmehr als 100 Mitarbeiter in mehreren Märkten hat, will unbedingt auch hierzulande Fuß fassen. Der Auslöser für die Firmenidee waren zahlreiche internationale Betrugsversuche, mit denen die Sicherheitswaagen ganz banal ausgetrickst wurden. "Wir können so viel, das so etwas unmöglich macht. Wenn jemand in einem Hypermarkt beispielsweise mit einer Playstation, die er auf der Obstwaage als Bananen abgewogen und mit Preis versehen hat, über die Self-Scan-Kassen das Geschäft verlässt, dann darf das nicht Schule machen", so Heiller gegenüber CASH.

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