LOC-Retail Innovation Day: Den Kunden versteh...
 
LOC-Retail Innovation Day

Den Kunden verstehen lernen

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Mit Location Based Marketing kann der Verbraucher über sein Mobilgerät mit Informationen und Angeboten zu Produkten versorgt werden. Für Händler ergeben sich darüber hinaus spezielle Möglichkeiten, um den Kunden besser kennenzulernen.

Am 22. Februar 2018 lud LOC-Place nach Parndorf zum Retail Innovation Day. In Vorträgen und Praxisbeispielen sollte gezeigt werden, wie Location Based Marketing sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Veranstaltung sollte „eine besondere Sicht auf dieses Thema geben und einen ‚Change of Mind‘ hervorrufen“, wie Thomas Hinterleithner, Geschäftsführer LOC-Place, gleich zu Beginn betonte. Der größte Teil der Kunden von LOC-Place kommt zwar noch immer aus dem Ausland, das Thema habe aber auch in Österreich in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen.

Location Based Marketing, sprich: ortsbezogene Werbung auf die Mobilgeräte des Konsumenten, ist noch immer ein Thema, vor dem viele Händler zurückschrecken. „Es gibt Angst in Unternehmen, neue Dinge aus unserem Bereich auszuprobieren“, wie Carsten Szameitat, Vorstandsvorsitzender der Location Based Marketing Association, betonte. Der Experte moderierte nach der Begrüßung den Veranstaltungspunkt „Steht das Ende der klassischen Kassenzone bevor?“ mit Mario Linzbauer, Head of Sales Blue Code, und Isabell Lamotte, Communications Manager Handelsverband. „Der Kunde gewöhnt sich an ein gewisses Service-Niveau im Onlineshop“, so Lamotte, „dieser Komfort wird letztendlich auch auf der Fläche erwartet.“ Nach Linzbauer ist man als Händler oder Payment-Anbieter wie Blue Code bereits weiter als der Kunde. In Kürze soll es sogar mit Blue Code möglich werden, AliPay Zahlungen von chinesischen Kunden zu akzeptieren. „Payment allein ist kein Treiber, sein Verhalten zu ändern“, so Linzbauer weiter – Zusatzservices und weitere Nutzen sind gefragt. Nach Lamotte müsse die Integration unterschiedlicher Services wie Payment oder Loyalty am Point of Sale reibungslos funktionieren.

In einem weiteren Vortrag sieht LOC-Place Geschäftsführer Hinterleithner derzeit einen Paradigm Shift am POS: Der Einkauf wird mobilbasierter, es wird stärker mit dem Kunden über das Smartphone kommuniziert. Diese neue Art der Kommunikation zeigte etwa Leo von Klenze, CEO Scansation, beim Retail Innovation Day. Mit der mobilen Lösung von Scansation wird der Kunde selbst aktiv und scannt seine gewünschte Ware. Die Kunden sparen sich nicht nur die Zeit an der Kassa, sondern profitieren auch von Zusatzfunktionen wie etwa der Möglichkeit, eine Einkaufsliste in der App zu erstellen. Davon profitiert auch der Händler, denn er kann das Verhalten seines Kunden besser analysieren.

Einen weiteren interessanten Case präsentierte unter anderem Jochen Tschunko, Digital Product Development, Österreichische Post. In einem Zeitalter, in dem der physische Brief immer unwichtiger wird, erhalten Postkästen eine neue Bedeutung. So wurden etwa rund 300 Beacons in Wiener Briefkästen installiert, um Kunden zu tracken und zu sehen, wo sich diese bewegen. Ein weiteres Projekt der Post beschäftigt sich mit Geofencing, also die Verortung mittels GPS oder RFID: Wenn sich ein Kunde in der Nähe einer Filiale befindet, bei der er ein Paket abholen soll, bekommt er den Gelben Zettel auf sein Smartphon geschickt. So konnten die Abholungen in kurzer Zeit deutlich erhöht werden.

Weitere Programmpunkte des Retail Innovation Day können Sie unter diesem Link im Programm einsehen.
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