: Der „Game Changer E-Commerce“ stand am Ver...
 

Der „Game Changer E-Commerce“ stand am Versandhandelstag im Mittelpunkt

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Teilnehmer am Versandhandelstag (v.l.n.r.): Jan Radantisch (ründer und Geschäftsführer der Smarter Ecommerce), Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Andreas Winiarski (Rocket Internet SE) und der Präsident des österreichischen Handelsverbands, Stephan Mayer-Heinisch. (Foto Copyright: Katharina Schiffl/Handelsverband)
Teilnehmer am Versandhandelstag (v.l.n.r.): Jan Radantisch (ründer und Geschäftsführer der Smarter Ecommerce), Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Andreas Winiarski (Rocket Internet SE) und der Präsident des österreichischen Handelsverbands, Stephan Mayer-Heinisch. (Foto Copyright: Katharina Schiffl/Handelsverband)

Am 17. Juni 2015 fand am Vienna Airport Conference Center der 15. Versandhandelstag statt und stand unter dem Motto „Game Changer E-Commerce“. Besprochen wurde, wie der Handel auf die Online-Herausforderung reagieren kann.

„Wir sind mitten in einer Revolution im Handel“, eröffnete Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des österreichischen Handelsverbands, den 15. Versandhandelstag. Bei einer inspirierenden Reise in das Silicon Valley wurde Mayer-Heinisch ein Blick in die Zukunft geboten, die er den Gästen auch mit den Worten „Reinvent or Die“ ans Herz legte. „Die Welt ist unglaublich verändert“, so Mayer-Heinisch weiter „sie verlangt nach neuen Menschen, neuem Denken und neuen Zugängen. Der Versandhandelstag soll uns Ideen geben, wie man zukünftig damit umgeht“. Durch den Tag führte Jan Radantisch, Gründer und Geschäftsführer der Smarter Ecommerce.



Digitalisierung gelebte Realität



Als Keynote zeigte Andreas Winiarski von Rocket Internet SE, wie hoch die Latte rund um Online-Innovationen bereits liegt. Das Geschäftsmodell scheint einfach: Es wird in gute Ideen und Businessstrategien von jungen, smarten Menschen mit hohem Tech-Know-how investiert und diese werden dann rasant umgesetzt. Genau diesen Trend unterstützt Rocket. Die Digitalisierung der Welt ist für Rocket gelebte Realität und auch das Smartphone ist längst angekommen. „Damit verhält es sich wie bei Zahnpasta, einmal aus der Tube raus, bekommt man sie nie wieder rein“, erklärte Winiarski. Das „Global Village“ – also das Zusammenwachsen der Welt durch elektronische Vernetzung – breitet sich aus. Das gleiche Phänomen bildet sich auch bei den Handelswarenströmen ab. Bei all der Entwicklung liege der Fokus aber trotzdem klar auf dem Faktor „Mensch“. Deshalb sei es wichtig, Marken authentisch zu kommunizieren und auf Augenhöhe mit den Kunden zu sein. Eine wichtige Zielgruppe stellen die „Early Adopters“ dar, schließlich sind sie die Generation der Zukunft. Aber auch die Generation 50 Plus, die so genannten „Silver Surfers“ darf man nicht außer Acht lassen. Als Zukunftsmärkte sieht Rocket nicht die großen, bereits gut erschlossenen Länder, sondern fokussiert auf die südliche Hemisphäre. „Man muss sich bewusst sein, dass wir in Europa nicht der Nabel der Welt sind“, erklärte Winiarski, schließlich liegen in Ländern wie Afrika und Südostasien nicht nur die Ressourcen der Welt, sondern auch potenzialträchtige neue Märkte. Das ambitionierte Ziel von Rocket ist es, durch die eigenen Startups der Homescreen der Welt zu werden und damit alle Apps am Smartphone abzudecken.



Studienpräsentationen zu E-Commerce



Ebenfalls wurde eine Studie zum Konsumentenverhalten im Distanzhandel vom Handelsverband präsentiert – etailment.at war bei der Erstpräsentation vor Ort und hat darüber berichtet. Mit „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Top-Online-Shops in Österreich 2015“ wurde eine weitere Studie am 15. Versandhandelstag vorgestellt. Diese wurde von Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting am ECC Köln, präsentiert. Die Studie zeigt die hohe Dynamik im Onlinehandel und auch den starken Wettbewerb, der hier herrscht. Feinheiten entscheiden über Top oder Flop, die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bewegen sich insgesamt aber auf hohem Niveau. Außerdem zeigt sich, dass Österreicher eine höhere Kundenzufriedenheit mit Online-Shops aufweisen als Deutsche.



Verbindung der Online- mit der Offline-Welt



Einen weiteren Vortrag gab es von Andrea Hassel, Bereichsleiterin E-Commerce & Digital bei Thalia Buch & Medien. Sie erklärte, wie Thalia die Kunden jenseits des Faktors „Preis“ binden möchte. Services wie Click & Collect, Online Verfügbarkeitsprüfung, Retouren-Service, Geschenkkarten als Zahlungsmittel und Bonuskarten verbinden auch bei Thalia die Online- mit der Offline-Welt. Die neue App von Thalia trägt ihres dazu bei. Weitere Vorträge kamen unter anderem von Christoph von Lattorff von Mercateo, Thomas Papendieck von der Otto-Gruppe und Matthias Zacek von Google Austria.



Verleihung der Austrian Trustmark Awards



Ein Highlight der Veranstaltung waren die Austrian Trustmark Awards, die vom Geschäftsführer des Handelsverbands Rainer Will und dem diesjährigen Sponsor, Santander Consumer Bank durch Karl Jung verliehen wurden. Als bester Onlineshop setzte sich www.sport2000rent.com durch, als bester Mobile Shop oder App wurde die Schrack LiVE Phone App ausgezeichnet und in der Kategorie Bester Newcomer triumphierte der Webshop von www.baumax.com/at. Die Verleihung war zugleich auch ein Sneak Preview für ein europäisches Trustmark, welches das Vertrauen im Binnenmarkt stärken soll.



Nähere Informationen zum Event erhalten Sie unter diesem Link.



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