: „Der Handel muss von seinen Kunden geradez...
 

„Der Handel muss von seinen Kunden geradezu besessen sein!”

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Michelle Beeson, Analystin bei Forrester Research und Keynote-Speakerin bei etailment WIEN: „Anhand von Forrester-Forschungsergebnissen werde ich aufzeigen, wie Endkonsumenten verschiedene mediale Kanäle dazu nutzen, um sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren und diese zu erwerben.“
Michelle Beeson, Analystin bei Forrester Research und Keynote-Speakerin bei etailment WIEN: „Anhand von Forrester-Forschungsergebnissen werde ich aufzeigen, wie Endkonsumenten verschiedene mediale Kanäle dazu nutzen, um sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren und diese zu erwerben.“

Michelle Beeson ist Analystin bei Forrester Research und wird als Keynote Speakerin bei der etailment WIEN Konferenz vom 23. bis 25. Februar 2015 auftreten. Als Spezialistin für E-Commerce in Europa beobachtet Beeson Trends im Einzelhandel und berät Handelsunternehmen in Bezug auf das sich ändernde Einkaufsverhalten.

etailment.at: Sie werden beim etailment WIEN Ende Februar 2015 die Keynote speech halten. Worum wird’s in der Keynote mit dem Titel „Get ready for a multi-touchpoint retail future“ gehen?



Michelle Beeson: Endkonsumenten in Europa bieten sich so viele Berührungspunkte mit Handelsunternehmen wie nie zuvor. Um erfolgreichreich zu sein, müssen Handelsunternehmen zu verstehen versuchen, wie die Endkonsumenten sich über Produkte und Dienstleistungen informieren und über welche medialen Kanäle sie diese Produkte und Dienstleistungen letztendlich erwerben. Und der Handel muss auch versuchen zu antizipieren, wie sich die Shopping-Gewohnheiten der Endkonsumenten weiterentwickeln werden.



etailment.at: Was dürfen sich die Besucher von etailment WIEN von Ihrer Keynote erwarten? Welche Learnings dürfen sich die Besucher erwarten?



Michelle Beeson: Anhand von Forrester-Forschungsergebnissen werde ich aufzeigen, wie Endkonsumenten verschiedene mediale Kanäle dazu nutzen, um sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren und diese zu erwerben. Weiters gehe ich auf die wichtigsten Einzelhandelstrends in Europa ein und wie die großen Handelsunternehmen auf das sich ändernde Verhalten der Endkonsumenten reagieren.



etailment.at: Wie hat sich denn das Verhalten der Endkonsumenten in den – sagen wir – vergangenen drei Jahren verändert und welche weiteren Änderungen im Shopping-Verhalten erwarten Sie in den kommenden Jahren?



Michelle Beeson: Die Endkonsumenten sind mit immer mehr Macht ausgestattet. Dank der neuen Technologien – sei es über Social Media oder mobile Devices – liegt es in der Hand der Endkonsumenten, den Handel gehörig unter Druck zu setzen. Wir befinden uns im Zeitalter der Konsumenten. Während sich Handelsunternehmen früher in der Produktion, im Vertrieb oder in der Kommunikation vom Mitbewerb abheben und dadurch Wettbewerbsvorteile herausarbeiten konnten, werden diese Faktoren heute aus Konsumentensicht als selbstverständlich erachtet. Um wirklich konkurrenzfähig sein zu können, müssen Handelsunternehmen von ihren Kunden geradezu besessen sein. Das heißt, sie müssen ein tiefgehendes Wissen über ihre Kunden aufbauen und dieses Wissen in der Interaktion mit ihren Kunden ausspielen. Die Endkonsumenten verwenden ein zunehmend große Zahl von Endgeräten um zu shoppen: Smartphones und Tablets spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Wir bei Forrester gehen davon aus, dass heuer 20 Prozent der Online-Einkäufe über Smartphones und Tablets abgewickelt werden, im Jahr 2018 wird dieser Wert bei 49 Prozent liegen. Smartphones und Tablets fungieren so gesehen als Brücke zwischen der physischen Shoppingexperience (also dem stationären Handel) und dem digitalen Einkaufserlebnis.



Das geänderte Einkaufsverhalten der Europäer wird den Fokus der E-Commerce-Verantwortlichen in Bezug auf die digitalen Implikationen der Customer Journey schärfen. Dabei gilt es für die E-Commerce-Verantwortlichen herauszufinden, welchen Einfluss die einzelnen Touchpoints entlang der Customer Journey auf das Kaufverhalten haben, um erahnen zu können, wo und inwiefern sie zielführende Maßnahmen setzen müssen.



etailment.at: Sie fungieren als Analystin bei Forrester: Welche Felder decken Sie da konkret ab? Was ist da ihre Aufgabe?



Michelle Beeson: Ich bin Analystin im eBusiness & Channel Strategy Professionals-Teams im Londoner Office von Forrester. Meine Forschung umfasst E-Commerce in Europa, mit einem besonderen Schwerpunkt im Einzelhandel, einschließlich Trends, Prognosen, Multichannel sowie die Auswirkungen des geänderten Verbraucherverhaltens auf den Einzelhandel in Europa.



etailment.at: Inwiefern profitieren Handelsunternehmen von der Handelsexpertise von Forrester?



Michelle Beeson: Forrester ist ein weltweit agierendes Marketforschungs- und Consultingunternehmen, das Handelsunternehmen dabei unterstützt, in einer Welt, in der die Technologie das Konsumentenverhalten radikal verändert hat, bessere Entscheidungen zu treffen. Forrester liefert selbst generierte Forschungsergebnisse, Verbraucher- und Unternehmensdaten, kundenspezifische Beratung, Veranstaltungen und Online-Communities sowie Peer-to-Peer-Executive-Programme. Wir begleiten Führungskräfte in Wirtschaft, Technologie, Marketing und Strategie und liefern unabhängige und faktenbasierte Einblicke, die den Geschäftserfolg unserer Kunden garantieren sollen. Dem Einzelhandel helfen wir dabei, zu verstehen, wie Technologie das Verbraucherverhalten verändert und wie man die digitalen Touchpoints entlang der Customer Journey gestalten muss, um eine konsistente Endkonsumentenerfahrung und effizientere Geschäftsprozesse zur Folge zu haben. Wir liefern Einblicke sowohl für Unternehmen, die erst am Anfang ihrer E-Commerce-Reise stehen, als auch für solche, die im E-Commerce-Bereich bereits reichhaltige Erfahrungen gesammelt haben und ihr E-Commerce-Bestrebungen optimieren wollen. Forrester ist weltweit für eine ganze Reihe von Fortune 500-Unternehmen aus den Segmenten Einzelhandel und FMCG tätig. In Österreich ist Forrester Research über unseren lokalen Partner Point of Origin präsent und arbeitet für lokale Einzelhändler wie etwa Hartlauer.



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