Otago Online Trendreport 2017: „Der Konsument...
 
Otago Online Trendreport 2017

„Der Konsument ist dem Handel voraus“

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Die beiden Geschäftsführer von Otago, Markus Inzinger (links) und Jan Königstätter (rechts) bei der Studienpräsentation.
Die beiden Geschäftsführer von Otago, Markus Inzinger (links) und Jan Königstätter (rechts) bei der Studienpräsentation.

Wo und auf welchen Geräten werden Waren heute im Internet gekauft? Welche Artikel werden geshoppt? Und welche Unterschiede bestehen im Kaufverhalten zwischen Männern und Frauen? Im Auftrag der Otago Online Consulting wurde von meinungsraum.at eine Studie durchgeführt, die sich diesen Fragen angenommen hat.

Hierzu wurden 1.000 Österreicher repräsentativ befragt. Vor Ort waren die beiden Otago Geschäftsführer Markus Inzinger und Jan Königstätter – CASH berichtet von der Studienpräsentation.

2016 haben 60 Prozent der Österreicher zumindest einmal online gekauft. Am häufigsten Bekleidung, Schuhe und Accessoires (60 Prozent). „Das war für uns überraschend, dass Kleidung und Schuhe am meisten gekauft werden. Denn viele dieser Produkte werden oft retourniert“, so Inzinger. Die Kategorien Bücher (48 Prozent) und Reise sowie Kosmetik- und Pflegeartikel (jeweils 33 Prozent) landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Der Prototyp des spontanen Impulskäufers ist der durchschnittliche Österreicher beim Online-Shopping nicht – so planen drei Viertel ihren Online-Kauf schon im Vorhinein. Während 22 Prozent der Männer Impulskäufer im Netz sind, shoppen 28 Prozent der Frauen spontan.

Vertrauen in bekannte Händler
85 Prozent der Befragten gaben an, vor einem Kauf Informationen zu einem Produkt mittels Suchmaschine einzuholen. 40 Prozent gehen direkt auf die Webseite des Anbieters. 37 Prozent der Österreicher versuchen, sich über Bewertungen im Netz ein Bild zu machen.

„Unbekannte Onlineshops haben es schwer, Vertrauen aufzubauen. Kunden gehen dann letztendlich gerne zu einem bekannten Händler. Branding und Imagebildung sind sehr wichtige Faktoren“, so Inzinger. Welche Faktoren müssen also erfüllt werden, um Vertrauen in einen Onlineshop zu setzen? Für 35 Prozent der befragten Österreicher spielt der Bekanntheitsgrad eine Rolle, jedoch sagen 75 Prozent, dass sie auf die Empfehlung von Freunden vertrauen. 68 Prozent vertrauen bevorzugt auf einen Onlineshop aus Österreich. Für 70 Prozent ergibt sich eine Mischung aus dem stationären Handel und dem Online-Auftritt.

Es gibt auch Produkte, die österreichische Konsumenten nicht online erwerben würden: Die meisten Befragten (38 Prozent) sagen, dies treffe auf Lebensmittel zu. „Das hat auch sehr viel mit den Möglichkeiten zu tun, die im Netz angeboten werden“, sagte Jan Königstätter. So ist das Angebot für Lebensmittel im Internet laut Königstätter noch nicht weit fortgeschritten.

Ein bisschen Online ist zuwenig
Ebenfalls nachgefragt wurde, wo die Österreicher vorwiegend am liebsten kaufen – stationär oder doch lieber online? 40 Prozent geben erste Option an, 21 Prozent bevorzugen online. Und 38 Prozent tun beides gleich gern.

„Das ist jetzt meine subjektive Meinung“, wie Königstätter betonte, „aber ich denke, der Konsument ist dem Handel voraus. Der Bedarf, online zu kaufen ist da. Jedoch sehen wir auch, dass viele Händler nur das Minimum machen, wenn es um Online geht.“ Für Königstätter ist die Einstiegshürde im Onlinehandel besonders für kleine Unternehmen sehr hoch: „Nach dem Motto ‚Wir machen jetzt ein bisschen Online’ wird heute nicht mehr funktionieren.“ Inzinger fügte hinzu: „Man kann die Zielgruppen aber auch online, wenn man es gut macht, sehr gut ansprechen.“

Die Grafiken zu den Studienergebnissen können Sie unter diesem Link einsehen.
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