Digitalisierung: Ladenschluss beim Kaufhaus Ö...
 
Digitalisierung

Ladenschluss beim Kaufhaus Österreich

davidsenior - pixabay.com

Nach etwas mehr als zwei Monaten wird die heimische Handelsplattform wieder eingestellt, das Austria Wirtschaftsservice übernimmt die Seite mit anderer Funktion.

Wie derboersianer.com berichtet, wird das Kaufhaus Österreich nicht in der aktuellen Form weiterbestehen. Grund dafür sei die rechtliche Grundlage hinter der Seite: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort darf keine kommerziellen Plattformen betreiben, die mitbegründende Wirtschaftskammer möchte das anscheinend nicht. Daher wird der Onlineshop zu einer Link-Sammlung, die zu österreichischen Händlern weiterführt. Gekauft könnte im Kaufhaus Österreich dann entsprechend nichts mehr.

Geöffnet hat die Plattform ihre digitalen Pforten Ende November. Sowohl die mangelnde Funktionalität als auch die 627.000 Euro Entwicklungskosten sorgten für viel Kritik.

Update

Seitens des Ministeriums wurde der Ladenschluss für das Kaufhaus Österreich bestätigt. In einer Aussendung heißt es "Mit der nunmehrigen Wiederöffnung des Handels wird daher der Kundenbereich des Portals, welcher als Unterstützungsmaßnahme im Lockdown während der Weihnachtszeit konzipiert war, offline genommen und der Fokus auf Händler gesetzt."

Zukünftig wird das Austria Wirtschaftsservice die ehemalige Plattform in anderer Form betreiben. Schwerpunkt soll auf der Förderung von Unternehmen liegen, die bei der Digitalisierung Gas geben wollen. Dies soll in Form von Garantien, Krediten und Zuschüssen geschehen. Im Rahmen einer "Qualifizierungsoffensive" wird das Ministerium zudem vier Millionen Euro investieren, um KMUs zu unterstützen. Die Investitionen in das Kaufhaus Österreich sein übrigens nicht vergebens: Die entwickelten Schnittstellen werden künftig in anderen digitalen Services Verwendung finden. 

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