Dell EMC: Digitalisierung: Oftmals fehlen Bud...
 
Dell EMC

Digitalisierung: Oftmals fehlen Budget und Visionen

Redaktion
Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich) und Stefan Trondl (General Manager Dell EMC in Österreich). © Redaktion
Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich) und Stefan Trondl (General Manager Dell EMC in Österreich). © Redaktion

Bei einem Round Table sprachen Vertreter von Dell EMC und der Plattform Digitales Österreich über den Grad der Digitalisierung österreichischer Unternehmen.

Eine neue Studie von Dell EMC hat rund 100 Entscheider in österreichischen Unternehmen zur digitalen Transformation befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung präsentierten Stefan Trondl (General Manager Dell EMC in Österreich) und Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich) im Radisson Blu Style Hotel in Wien in Form eines gemütlichen Round Table – CASH war vor Ort.

Laut den Ergebnissen der Umfrage investieren 57 Prozent der Entscheider zwischen zehn und 30 Prozent ihres Abteilungsbudgets in die Digitalisierung. Treiber sind aber meist andere Personen, wie Trondl erklärt: „Der wirkliche Antrieb erfolgt durch Kunden, gefolgt von IT und Mitarbeitern. Erst an vierter Stelle steht das Top-Management.“ Zwar sagen 84 Prozent der Studienteilnehmer, dass der Digitalisierung eine wichtigere Rolle im Unternehmen zukommen sollte. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Unternehmen verstanden haben, was Digitalisierung für ihr Unternehmen bedeutet und welche Geschäftsmodelle zum eigenen Betrieb passen. Die Industrie 3.0 hatte die Automatisierung der Prozesse zur Folge, so Rupp, Industrie 4.0 bedeutet nun eine Individualisierung von Angeboten. „Die Antwort für das eigene Unternehmen zu finden, das ist die Herausforderung“, so Trondl.

Noch sind die Unternehmen in Österreich vergleichsweise unbekümmert hinsichtlich der Entwicklung, die mit der Digitalisierung einhergeht. Während in Deutschland bereits jeder zweite Betrieb sagt, dass die Geschäfte ohne die Digitalisierung obsolet werden könnten, haben diesbezüglich nur 19 Prozent der österreichischen Unternehmen Bedenken.

Mangel an Budget hindert Digitalisierung
Was bremst hierzulande den digitalen Fortschritt? An erster Stelle steht hier der Mangel an Budget und Ressourcen. Daher ist es laut Trondl „der Umkehrschluss, wenn bei den Treibern erst an vierter Stelle das Top-Management steht“. Dahinter folgt das Fehlen einer schlüssigen Strategie und Vision. „Es denken viele darüber nach, was für neue Möglichkeiten durch die Digitalisierung entstehen“, wie Trondl betont. „Man darf dabei aber nicht sein traditionelles Geschäft vergessen. Dadurch kann die Kundenerfahrung gestört werden.“ Auf Platz 3 der meistgenannten Gründe folgen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken.

Berufsbilder verändern sich
Rupp freut sich darüber, dass das Thema Digitalisierung in der Politik angekommen ist: „So ist etwa der Breitband-Ausbau eine Top-Priorität hierzulande. Auch das Erstellen der Digital Roadmap ist erfreulich.“ Weiters begrüßt Rupp Förderprogramme für Startups sowie Klein- und Mittelbetriebe. Für ihn stellt sich auch immer mehr die Frage, was die Digitalisierung für die Mitarbeiter bedeutet: „Wie wird etwa der Job eines Tischlers oder Kfz-Mechanikers in zehn Jahren aussehen? Oder der Beruf des Reisebüroangestellten?“ Hier müssen die Berufsbilder den heutigen Anforderungen gerecht werden. In kleineren Betrieben müssen die Geschäftsführer die Herausforderungen der Digitalisierung wahrnehmen. „Man muss sich hier selber Wissen aneignen, Weiterbildung ist ganz wichtig“, so Rupp zum Schluss.
stats