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E-Books: Fast jeder dritte Österreicher liest seine Bücher digital

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Herr und Frau Österreicher greifen immer häufiger zum E-Reader. Jüngere lesen ihre E-Books auch gerne am Tablet oder am Smartphone.
Herr und Frau Österreicher greifen immer häufiger zum E-Reader. Jüngere lesen ihre E-Books auch gerne am Tablet oder am Smartphone.

Wachstumsfeld E-Book: Sinkende Preise bei E-Readern und das Nachziehen der älteren Generation sollen für hohe Wachstumsraten am digitalen Buchmarkt sorgen. Derzeit lesen vor allem Jugendliche E-Books.

Das Lesen am E-Book-Reader gewinnt in Österreich weiter an Popularität. Zwar liegen konkrete Zahlen zum E-Book-Verkauf nicht vor, doch lässt der rasant sinkende Umsatz bei gedruckten Taschenbüchern und die Flaute bei Hard- und Softcover-Büchern auf eine Verlagerung zum E-Book-Markt schließen. Verlage verzeichnen generell wachsende Umsätze im E-Book-Segment. Lag der Anteil von E-Books am heimischen Buchmarkt im Jahr 2012 geschätzt bei einem Prozent, sollen es laut realistischer Prognose der österreichischen Verlage schon 2015 10 bis 15 Prozent sein. Dieses Wachstum anfeuern sollen unter anderem die sinkenden Preise bei E-Readern und das Nachziehen der älteren Generation im E-Book-Bereich.



Kampf der Giganten: Amazon vs. Tolino



Der größte Teil des Kuchens am E-Book-Markt war lange Zeit dem Internet-Riesen Amazon vorbehalten. Dessen Position sollte allerdings nicht unangefochten bleiben – 2013 zog die Tolino-Allianz in den Kampf um den digitalen Büchermarkt, nach dem ersten Jahr zeitigen sich bereits erste Erfolge: Laut Josef Pretzl, Österreich-Chef von Thalia, hätten die Tolino-Partner ihren Konkurrenten Amazon in Deutschland und Österreich bereits ordentlich zurückdrängen können, berichtet das Wirtschaftsblatt. Darauf will Amazon wiederum mit einer E-Book-Flatrate für seine Prime-Kunden reagieren.



Fast jeder dritte Österreicher liest E-Books



Fest steht, digitale Bücher erfreuen sich bei den österreichischen Leseratten immer mehr an Beliebtheit – das belegen auch verschiedene Studien. Laut einer von Thalia in Auftrag gegebenen market-Studie lesen bereits 29 Prozent von 1.000 repräsentativ befragten Österreichern ihre Bücher über ein digitales Lesegerät – ein Jahr zuvor waren es noch 19 Prozent. Und: etwa jeder Fünfte überlegt sich laut Studie aktuell den Kauf eines E-Readers oder findet das E-Reading zumindest interessant.



Junge Menschen lesen am häufigsten digital



Eine weitere Studie legt das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral vor. Demzufolge konnten E-Books in Österreich während der vergangenen zwölf Monate kräftig zulegen. 19 Prozent der 500 Befragten hatten bis dato ein E-Book gelesen – 2013 waren es laut Integral noch 14 Prozent. Überdurchschnittlich häufig genutzt wird das E-Book dabei von jungen Menschen. Bei den unter 39-Jährigen hat bereits knapp jeder Dritte Erfahrung damit gemacht, bei den über 60-Jährigen sind es nur sieben Prozent.



E-Books am Smartphone 



Vor allem die jüngere Generation liest E-Books auch gerne am Tablet oder am Smartphone: rund ein Viertel zieht dafür das Tablet heran, jeder Siebente das Smartphone. Das erklärt sich Integral-Geschäftsführer Martin Mayr so: „Durch spezielle Apps erfahren E-Books einen Boost, weil der Trend immer stärker zu multifunktionalen Geräten geht, die besonders bei jüngeren Personen intensiv genutzt werden. Die Älteren werden aber wie bei vielen Entwicklungen im digitalen Bereich sukzessive nachziehen, sodass wir auch im Bereich des E-Books ein weiteres Wachstum erwarten.“ Insbesonders der unterhaltsamen Belletristik wird eine hohe E-Kompatibilität nachgesagt, wie das Online-Magazin iBusiness berichtet: Diese zeichne sich durch viel Text, wenige Bilder und eine hohe Affinität zum Mainstream aus. Leseratten leichtgewichtiger Literatur sowie Urlauber haben ihre Freude an elektronischer Belletristik, mit einem E-Reader sparen sich hohe Kosten bei Nachschub, Platz und Transport (Bücher im Reisegepäck). Potential liege demnach auch in den Bereichen der Hochbelletristik und der Fachliteratur. Die niedrigste E-Kompatibilität weisen laut iBusiness Comic und Bildbänder auf, was vor allem auf die noch relativ beschränkten Darstellungsmöglichkeiten der derzeit am Markt befindlichen E-Reader zurückzuführen sein dürfte.



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