Unimarkt-Gruppe: Einkaufen als regionales Erl...
 
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Einkaufen als regionales Erlebnis

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Die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl. © Unimarkt-Gruppe
Die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl. © Unimarkt-Gruppe

386 Millionen Euro Umsatz konnte die Unimarkt-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaften. Künftig will man verstärkt auf Franchise-Partner setzen und die Flächenproduktivität steigern.

Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte die Unimarkt Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 386 Millionen Euro ausweisen und unter Berücksichtigung der Flächenbereinigung der Umsatz um 4,2 Prozent erhöht werden. Das konsolidierte Ergebnis betrug 2,6 Millionen Euro. Auch die vom Pfeifefer Großhandel belieferten 236 Nah&Frisch-Kaufleute konnten nach bereinigter Fläche ein Plus von 3,57 Prozent einfahren. Diese Zahlen präsentierten die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl im Presseclub Oberösterreich in Linz. CASH war vor Ort und berichtet.

„Kunden, die bei Unimarkt einkaufen, sollen merken, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Wir wollen uns zu den großen Ketten abgrenzen“, betont Haider. Bereits 20 Prozent des Umsatzes macht die Gruppe mit regionalen und lokalen (14 Prozent) sowie Bio-Produkten (sechs Prozent). Und der Trend zeigt nach oben. Haider: „Immer mehr regionale und lokale Produzenten kommen auf uns zu.“ Regionale Produkte, die sich in einzelnen Filialen durchsetzen, werden oftmals dann auch vom Zentrallager ins Sortiment aufgenommen, um die Standorte im jeweiligen Gebiet zu beliefern.

Die 500 Standorte der Unimarkt-Gruppe werden von den Zentrallagern in Traun und Seiersberg beliefert. Laut Knöbl sind 337 Mitarbeiter bei der Pfeiffer Logistik für einen reibungslosen Ablauf zuständig, über die auch die oberösterreichische Gastronomie beliefert wird. Dabei geht die Stoßrichtung immer mehr in Richtung Franchise-Partner: Derzeit werden rund 40 Prozent der Standorte von selbstständigen Unternehmen geleitet, gegen Ende des Jahres sollen es mehr als 50 Prozent sein. „Die Kaufleute können auf die Kundenwünsche viel schneller eingehen“, so Haider. „Der Kunde wird viel stärker gehört.“ Preislich will man, wie es Haider ausdrückt, „nicht um jeden Preis mitfighten“, sondern stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Das zeigt sich etwa auch an den Aktionspreisen. Wo andere Mitbewerber 1+1 Aktionen machen, setzt Unimarkt auf 50 Prozent bei Produkten – so beugt man auch Verschwendung vor.

Wachstum von innen
Weitere Investitionen stehen an: Für das kommende Jahr plant Haider mit 6,2 Millionen Euro, die in den nachhaltigen Aus- und Umbau der Unimarkt-Standorte fließen sollen. Insgesamt wird die gesamte Gruppe 8,3 Millionen Euro investieren. Viele Standorte werden einer Prüfung unterzogen: Unimarkt-Standorte mit geringerem Umsatz könnten so bald unter der Marke Nah&Frisch ihre Tore öffnen – und umgekehrt. So soll stationär ein Wachstum „von innen“ erfolgen und die Flächenproduktivität gesteigert werden.

Wachsen will man aber auch weiter online: 2017 stiegen die Umsätze im Unimarkt-Webshop – derzeit umfasst dieser 8.000 Artikel – um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2015 liefert Unimarkt österreichweit. In Graz und seit Kurzem auch in Linz bietet man sogar Same Day Delivery an. Zur Umsatzhöhe wollten sich die Unimarkt Geschäftsführer nicht genau äußern. Nur so viel: Laut Haider erwirtschaftet ein Standort der Gruppe zwischen 1,5 und fünf Millionen Euro im Jahr. Der Online-Umsatz befindet sich dabei im mittleren Bereich eines Standortes. Zwar gebe es Einstiegshürden beim Onlinekauf, umso öfter man aber bestellt, umso mehr sinkt die Hemmschwelle. Mittlerweile befindet sich der durchschnittliche Online-Warenkorb bei 80 Euro – stationär sind es zum Vergleich 15 Euro. Österreichweit werden pro Tag durchschnittlich 100 Online-Bestellungen abgewickelt, umsatzstärkster Artikel sind Bananen. Die Bemühungen scheinen sich auszuzahlen: 2017 wurde man mit dem Retail Innovation Award für die „Best Online Shop Solution“ ausgezeichnet.
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