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Einzelhandel in Österreich: „Online befeuert Trendwende“

Die WKÖ legt die erste Halbjahresbilanz für den österreichischen Einzelhandel vor. Demnach verlor der stationäre Einzelhandel im ersten Halbjahr 2014 nicht nur weiter an Geschäften, sondern erstmals auch an Verkaufsfläche und Konzentration. Als Wachstums-Champion erwiesen hat sich wieder einmal der Online-Einzelhandel.

Die heimische Einzelhandelsbranche bilanziert im ersten Halbjahr 2014 mit einer „schwarzen Null“. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 stagniert der österreichische Einzelhandel, nominell gibt es ein Umsatzplus von einem Prozent. Aktuell liegt der Umsatz im stationären Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte 2014 bei 26,5 Milliarden Euro. Dabei weise der allgemeine Strukturwandel im stationären Einzelhandel heuer erstmals auf eine große Trendwende hin, resümmiert Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich. Denn neben der allgemein rückläufigen Zahl an Einzelhandelsgeschäften sank heuer erstmals auch die Einzelhandelsverkaufsfläche um einen Prozent, die Konzentration sank um einen Prozentpunkt – unter anderem aufgrund der Pleiten von daily, Niedermeyer und Ditech.



Wachstums-Champion Online-Handel



Als Wachstums-Champion erwiesen hat sich hingegen – wieder einmal – der Online-Einzelhandel: Während im Zeitraum 2006 bis 2013 in Österreich ganze 6.000 Ladengeschäfte von der Bildfläche verschwanden, eröffneten im selben Zeitraum 4.300 Online-Shops. Ebenso dynamisch entwickelten sich die Umsätze: Blieb der stationäre Handel im Zeitraum von 2006 bis 2013 mit einem nominellen Wachstum von plus zwei Prozent relativ „stabil“, verzeichnete der Online-Einzelhandel Zuwachsraten von jährlich 23 Prozent. Trotzdem bleibt der Online-Anteil am gesamten Einzelhandel in Österreich mit einem Wert von 4,5 Prozent bislang eher „bescheiden“, doch erwartet gemeinhin eine weitere Steigerung des Online-Anteils. Mit einem Anstieg der stationären Einzelhandelsgeschäfte bzw. der Einzelhandelsverkaufsfläche sei hingegen nicht mehr zu rechnen, so die Bilanz der WKÖ.



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