WKO: Einzelhandelsbilanz 2017 sehr erfreulich
 
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Einzelhandelsbilanz 2017 sehr erfreulich

WKÖ/Leithner
Ernst Gittenberger (Projektleiter KMU Forschung Austria), Peter Buchmüller (Bundesspartenobmann Handel WKÖ), Iris Thalbauer (Bundesspartengeschäftsführerin Handel) © WKÖ/Leithner
Ernst Gittenberger (Projektleiter KMU Forschung Austria), Peter Buchmüller (Bundesspartenobmann Handel WKÖ), Iris Thalbauer (Bundesspartengeschäftsführerin Handel) © WKÖ/Leithner

Der Umsatz im stationäre Einzelhandel und der Onlinehandel steigt, allerdings liegt Österreich immer noch unter dem EU-28-Durchschnitt.

„Ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen von 2017“, sagt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKO bei der Pressekonferenz in Wien. Damit meint er den Umsatz vom stationären Einzelhandel, der ein Plus von zwei Prozent aufweist und wodurch das Wachstum im Vergleich zum Jahr 2016 höher ausfällt. Der Onlinehandel punktet mit einem Plus von sechs Prozent. Das bedeutet, dass der Umsatz im stationären Einzelhandel von 69,2 Milliarden Euro 2016 auf 70,6 Milliarden Euro 2017 gestiegen ist.

Während der Onlinehandel in Österreich bisher nur fünf Prozent erwirtschaftet, sind es beim stationären Einzelhandel 95 Prozent vom Gesamtumsatz. Davon können Einzelhandelsgeschäfte ein Umsatzwachstum von 40 Prozent im Jahr 2017 melden. Die Konjunkturforschung der KMU Forschung Austria hat außerdem ergeben, dass 18 Prozent beim selben Umsatzniveau blieben, während 42 Prozent Umsatzrückgänge einbüßen mussten.

Auch der Online-Einzelhandel wächst: „Die Online-Shops der Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Österreich entwickeln sich – wie in den vergangenen Jahren – im Durchschnitt dynamischer als die Umsätze der Ladengeschäfte: Nach einem Umsatzplus von vier Prozent im Jahr 2016 kann 2017 ein Online-Wachstum von sechs Prozent erzielt werden“, sagt Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel.

Lebensmitteleinzelhandel auf Erfolgskurs

Die höchsten prozentuellen Umsatzsteigerungen konnte der Lebensmitteleinzelhandel erreichen, während der Einzelhandel mit Schuh- und Lederwaren knapp dahinter steht. „Mit einem Umsatzplus von 4,1 Prozent ist der Einzelhandel mit Lebensmitteln der Branchensieger 2017 und trägt damit als umsatzstärkste Branche wesentlich zum Konjunkturaufschwung im Einzelhandel bei“, erklärt Handelsforscher Ernst Gittenberger, Projektleiter KMU Forschung Austria. Konstant geblieben ist unter anderem die Möbelbranche, während der Elektrofachhandel sowie die Bücher- und Spielwarenbranche stark an Umsätzen einbüßen mussten.

Was die Konjunkturentwicklung betrifft, so holt Österreich im Gegensatz zum Jahr 2016 auf. Allerdings liegt die Einzelhandelskonjunktur immer noch unter dem EU-28-Durchschnitt.

Mehr Beschäftigte im Einzelhandel

Im Jahr 2017 ist die Zahl der Beschäftigten im gesamten Einzelhandel in Österreich um 2.900 Mitarbeiter und somit um 0,9 Prozent gestiegen. „Damit ist der österreichische Einzelhandel ein Beschäftigungsgarant“, betonen Buchmüller und Thalbauer.
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