Europäische Union: Strengere Regeln für Onlin...
 
Europäische Union

Strengere Regeln für Onlinehändler

Preis_King/pixabay.com

Bei Verstößen gegen die neue Regelung drohen Händlern Strafen von mindestens vier Prozent vom Jahresumsatz.

Am 7. Jänner 2019 ist in der Europäischen Union eine neue Verbraucherschutzrichtlinie in Kraft getreten, die nun binnen zwei Jahren in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden muss. "Die neuen Vorschriften werden die Transparenz und Sicherheit im Onlinehandel erhöhen, was im Interesse der Verbraucher liegt", betonte die zuständige Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova.

Das als "New Deal for Consumers" bekannte Gesetzespaket umfasst ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Dazu gehört etwa, dass bei Onlinesuchen künftig erkennbar sein muss, ob ein Verkäufer für eine gute Platzierung in der Ergebnisliste gezahlt hat und nach welchen Kriterien diese zustande kam. Weiters werden von Unternehmen bestellte lobende Produktkritiken verboten. Bei angeblichen Rabatten oder Sonderpreisen müssen Verkäufer künftig zum Vergleich den niedrigsten Preis der vorhergehenden 30 Tage angeben. Damit soll vermieden werden, dass Preise kurzfristig hoch angesetzt werden, um dann mit einem angeblichen Rabatt Käufer anzulocken. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen saftige Strafen in der Höhe von mindestens vier Prozent des Jahresumsatzes.

Die neuen Regeln sollen aber auch die Praxis unterbinden, Markenprodukte mit gleicher Aufmachung in verschiedenen EU-Ländern in unterschiedlicher Qualität anzubieten. Hintergrund dafür waren Klagen aus östlichen EU-Staaten, dass dort etwa Fischstäbchen weniger Fisch als in westlichen EU-Staaten enthalten.
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