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Facebook: Welche weiteren Payment-Funktionen sind zu erwarten?

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Quelle: Facebook
Quelle: Facebook

Facebook will Zahlungen zwischen Freunden im sozialen Netzwerk vereinfachen und hat die Integration einer Zahlungsfunktion im Messenger angekündigt. Mit dem Service könnten weitere Features von Facebook im Payment-Sektor folgen. etailment.at hat die wichtigsten Pressestimmen für Sie zusammengefasst.

Durch ein neues Feature macht Facebook in wenigen Schritten Geldüberweisungen im Messenger möglich. In den nächsten Monaten soll der Dienst in den USA ausgerollt werden und für Android, iOS und das Desktop verfügbar sein – etailment.at hat über die Pläne von Facebook bereits berichtet. Die neue Funktion hat sich bereits im Sommer 2014 angekündigt, als der ehemalige PayPal-CEO David Marcus von Facebook engagiert wurde.



User auf der eigenen Plattform halten



Kurt Wagner von Re/Code nennt das neue Produkt von Facebook als „unmittelbaren Konkurrenten anderer Bezahldienste wie Venmo, einer Payment App von PayPal, aber auch Square und Snapchat. Wie Facebook betont, soll der User in Zukunft die Möglichkeit haben, über eine Plattform zu kommunizieren als auch Geld zu versenden. Somit muss keine zusätzliche Plattform geöffnet werden. Re/Code zitiert dazu Steve Davis, Product Manager von Facebook: „Viele Konversationen im Messenger wurden woanders weitergeführt. Dafür mussten die beteiligten Personen auf andere Plattformen gehen, um die Bezahlung durchzuführen.“



Christian Kahle von WinFuture greift diesen Punkt auf und schreibt: „Facebook Pay hat durchaus das Potenzial, sich in verschiedenen Bereichen gegen etablierte Bezahldienste wie beispielsweise PayPal zu behaupten. Will man einem Freund oder Verwandten Geld zukommen lassen, geht dies im Messenger nicht nur schneller, als wenn erst zu einem anderen Anbieter gewechselt werden muss. Es fallen auch keine Gebühren an.“



Anstoß für weitere Payment Features



Vindu Goel von der New York Times sieht ebenfalls Venmo als direkten Konkurrenten von Facebooks neuem Angebot. Wie Goel betont, ist Venmo nicht einfach Zahlungssystem, sondern ebenso ein soziales Netzwerk mit jungen Usern, ähnlich Facebook. Mit Snapchat und Square positionieren sich laut Goel weitere Mitbewerber am Markt. Jedoch besteht keine direkte Konkurrenz zu Diensten wie Apple Pay, die Zahlungen am Point of Sale ermöglichen. Goel dazu: „Da der Dienst auf Geldüberweisungen zwischen befreundeten Personen auf Facebook beschränkt ist, entsteht unmittelbar keine Konkurrenz zu Anbietern wie Apple Pay oder anderen mobilen Payment-Anbietern.“ Jedoch könnte die neue Funktion im Messenger als Anstoß für weitere Payment Features von Facebook dienen – so etwa für Direktkäufe aus Werbeschaltungen auf Facebook. Die New York Times zitiert Robert Peck, Internet Berater bei SunTrust Robinson Humphrey: „Facebook könnte den Service als Hintertür benutzen, um an die Kartendetails seiner Nutzer zu gelangen und so den Buy Button möglich zu machen.“



Facebook-Timeline als Shopping Meile der Zukunft



Eike Kühl von „Zeit Online“ fragt: „Wird Facebook das nächste Amazon?“. Kühl sieht Facebooks Absichten ähnlich wie bei Amazon, wo mit einem 1-Click-Modell schnelle Käufe getätigt werden können. Für Kühl hat Facebook gegenüber Amazon den Vorteil, seine User und dessen Vorlieben noch genauer zu kennen und somit Werbung gezielter auszuspielen. Kühl kann sich die Facebook-Timeline der Zukunft durchaus als Shopping Meile vorstellen, die den Usern „nicht nur an die Daten, sondern auch an die Geldbörse“ will.



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