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Forstinger muss Sanierungsplan einreichen

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Aufgrund von Insolvenz wurde ein Verfahren beim Landesgericht St. Pölten eingereicht. Bis zu 15 von 108 Filialen müssen geschlossen werden.

Forstinger ist insolvent und hat gestern, am 31. Jänner 2018, einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht St. Pölten gestellt. Der eingereichte Sanierungsplan sieht vor, dass bis zu 15 der 108 Filialen geschlossen werden müssen. Der Onlineshop soll weiterhin geführt werden. Bis zur Umsetzung können die Kunden wie gewohnt in den einzelnen Standorten einkaufen.

Bereits 2001 war Forstinger insolvent. 2018 will man das Unternehmen erneut retten. Nach eigenen Angaben hat der Händler für Autozubehör und –ersatzteile in den vergangenen zwei Jahren Restrukturierungsschritte gesetzt, so etwa die Verlagerung und Verkleinerung der Zentrale oder die Optimierung des Onlineshops sowie eine Neuausrichtung des Sortiments. Zwar gab es 2017 stabile Umsätze und in manchen Sortimenten ein zweistelliges Wachstum, vorhandene Kostenstellen wie Altmietverträge und Altlieferantenverträge konnten aber nicht zu den nötigen Einsparungen führen. Bei Saisonware wie Starterbatterien und anderen Winterartikeln mussten zudem im Jänner wetterbedingt Einbußen von bis zu 70 Prozent hingenommen werden.

Spezielle Regelung für Gutscheine
Wer zu Hause noch einen Gutschein von Forstinger hat, kann diesen unter folgenden Bedingungen einlösen: Der Wert des Gutscheins muss unter einem Drittel des Einkaufspreises liegen. Will der Konsument also einen 20 Euro Gutschein einlösen, muss der Kunde um mindestens 60 Euro einkaufen. Aus organisatorischen Gründen sind Gutscheine online nicht einlösbar. Wer mit diesen Bestimmungen nicht einverstanden ist, kann Insolvenzforderungen beim LG St. Pölten anmelden.
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