Weltpostverein: Gebühren für internationale P...
 
Weltpostverein

Gebühren für internationale Paketsendungen dürfen steigen

F. Muhammad/Pixabay
© F. Muhammad/Pixabay
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Sendungen aus China werden sich zukünftig verteuern. Der angedrohte Austritt der USA aus dem Weltpostverein ist damit vorerst abgewendet.

Der Weltpostverein regelt mit seinen 192 Mitgliedern seit 145 Jahren den internationalen Postverkehr. Laut der bisherigen Vereinbarung müssen ärmere Länder für die Zustellung von internationalen Sendungen weniger zahlen als Industrieländer. So kostet aktuell etwa der Versand eines 500-Gramm-Pakets von Österreich nach China 31,48 Euro, während das selbe Paket von China nach Österreich nur mit 10,03 Euro zu Buche schlägt.

Vor allem die USA liefen gegen diese Regelung zuletzt Sturm, um die Flut an Paketen von chinesischen Onlinehändlern einzudämmen. Man drohte sogar mit einem Austritt aus dem Weltpostverein. Auf einem Sonderkongress des Weltpostvereins in Genf wurde nun am 25. September 2019 der Weg für schnelle Gebührenerhöhungen freigemacht. Damit können Länder, die mit rapide steigender Paketpost aus Asien konfrontiert sind, ihre Gebühren zügiger erhöhen als bisher geplant. Der Austritt der USA aus dem Weltpostverein ist durch diesen einstimmig gefassten Kompromiss vorerst abgewendet.
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