Europäische Union: Großbritannien will Digita...
 
Europäische Union

Großbritannien will Digitalsteuer einführen

Jan von Bröckel/pixelio.de
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Internetkonzerne sollen damit zur Kassa gebeten werden und Einnahmen in Millionenhöhe bringen.

Nach dem Brexit soll eine Digitalsteuer in Großbritannien eingeführt werden. Das kündigt Finanzminister Philip Hammond an. „Es ist nur gerecht, wenn diese weltweiten Giganten mit profitablen Geschäften im Vereinigten Königreich ihren gerechten Anteil zahlen“, wird Hammond von zeit.de zitiert. Wie die Zeitung berichtet, sollen Umsätze, die auf britischen Boden erzielt werden, mit zwei Prozent versteuert werden. Diese Regelung gilt dann für Unternehmen, deren jährlicher globaler Umsatz die 500-Millionen-Pfund-Marke überschreitet. Somit werden kleine Startups von dieser Regelung ausgenommen. Das Vereinte Königreich rechnet ab 2020 mit jährlichen Mehreinnahmen von 400 Millionen Pfund.

In der EU ist die Digitalsteuer seit langer Zeit ein Thema. Österreichs Finanzminister Hartwig Löger hat es sich während der Ratspräsidentschaft zur Aufgabe gemacht, eine gemeinsame, europaweite Einigung zur Digitalsteuer auf den Weg zu bringen: „Der Fokus unserer Ratspräsidentschaft richtet sich auf die Beseitigung der Steuerungerechtigkeit zwischen der traditionellen und digitalen Wirtschaft. Denn, während die digitalen Großkonzerne nur neun Prozent zahlen, tragen die herkömmlichen Unternehmen rund 13 Prozentpunkte mehr zum Gemeinwohl bei. Das ist massiv wettbewerbsverzerrend.“
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