Handelsverband: Apple Pay wird überprüft
 
Handelsverband

Apple Pay wird überprüft

pixabay.com - janeb13

Mit einer Beschwerde wegen Wettbewerbsverzerrung hat der Handelsverband eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Apple bei der EU ins Rollen gebracht.

Die Geschäftspraktiken des Tech-Riesen Apple werden nun von der Europäischen Union untersucht - Stein des Anstoßes ist der Bezahldienst Apple Pay. Dieser ist nämlich der einzige Dienst dieser Art, der auf Apple-Geräten funktioniert. Der Handelsverband, auf dessen Beschwerde die Untersuchung basiert, hat bereits Anfang des Jahres gefordert, dass die NFC-Schnittstelle der Mobilgeräte für alle Anbieter freigegeben wird - so, wie es bei Smartphones, Tablets und Smartwatches auf Android-Basis der Fall ist.

Konkret untersucht die EU nun die Geschäftsbedingungen für die Integration von Apple Pay in kommerzielle Apps und Webseiten, die Beschränkung der NFC-Schnittstelle für die "tap and go"-Funktion und die mutmaßliche Verweigerung des Zugangs zu Apple Pay. Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will zum Hintergedanken der Beschwerde: "Alle Konsumentinnen und Konsumenten sollten die Möglichkeit haben, mit ihrem Smartphone kontaktlos bezahlen zu können. Daher freut es uns sehr, dass die Europäische Kommission unsere FairCommerce-Initiative aufgegriffen und eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Apple eingeleitet hat."

Eine verbindliche Frist für den Abschluss der Untersuchung gibt es nicht, der Handelsverband hofft jedoch auf eine rasche Entscheidung zugunsten der Verbraucher und Payment-Anbieter.
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