Handelsverband: Forderung nach Plattformhaftu...
 
Handelsverband

Forderung nach Plattformhaftung für Drittstaatenhändler

Hannes Edinger/pixabay.com

Der Handelsverband fordert eine Plattformhaftung für Drittstaatenhändler statt einer Paketwertsteuer für alle Onlineumsätze.

Der Handelsverband bezieht Position und spricht sich gegen eine Paketwertabgabe auf alle Onlineumsätze aus. In einer Aussendung des Verbands heißt es dazu: "Der Handelsverband bewertet eine derartige Paketwertsteuer – sollte diese tatsächlich auf eine vollständige E-Commerce-Besteuerung hinauslaufen, die also inländische bzw. europäische E-Commerce-Umsätze einbezieht – als kontraproduktiv und rückwärtsgewandt. Sie würde sowohl heimische Onlinehändler, als auch stationäre Händler, die zurzeit ihr Online-Geschäft als Omnichannel-Händler ausbauen, massiv treffen und damit digitale Vertriebskanäle und Innovationen in der Wettbewerbsfähigkeit benachteiligen." 

Stattdessen fordert der Handelsverband eine Plattformhaftung für Drittstaatenländer. "Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um endlich eine Plattformhaftung für Produktfälschungen sowie für die mangelnde Entrichtung der Mehrwertsteuer und der Verpackungsentpflichtung einzuführen. Die potentiellen Mehreinnahmen von mindestens 350 Millionen Euro jährlich könnte Österreich besser denn je gebrauchen. Darüber hinaus empfehlen wir die Verzollung ab dem 1 Cent bei Paketlieferungen aus Drittstaaten, welche Mehreinnahmen von 150 Millionen Euro jährlich bringen würde", sagt Geschäftsführer Rainer Will.

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