Handelsverband: Österreicher shoppen über Ama...
 
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Österreicher shoppen über Amazon

Hannes Edinger/pixabay.com

Die bundesweite #Rethink-Retail-Umfrage des Handelsverbandes zeigt, große internationale Onlinehändler haben die Nase deutlich vorne - allen voran der Marktplatzriese Amazon. Mit gezielten Initiativen sollen nun aber auch die heimischen Händler digitalisierungsfit gemacht werden.

Der Handelsverband und Mindtake Research haben bei mehr als 1.000 Konsumenten bezüglich ihrem Online-Verhalten nachgefragt. Dabei stellte sich heraus, dass 85 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr bei Amazon eingekauft haben. Das ist ein deutlicher Vorsprung auf den zweitplatzierten Zalando mit 24 Prozent und Wish mit 21 Prozent. Auf der Österreichischen Plattform Shöpping haben im Vergleich nur 5 Prozent einen Kauf getätigt. Internationale Groß-Anbieter machen es so den heimischen Händlern schwer, Fuß zu fassen. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass 46 Prozent der österreichischen Haushalte ein Amazon Prime-Abo haben, weitere 8 Prozent planen noch heuer eine solche Mitgliedschaft abzuschließen.

"Der E-Commerce entwickelt sich zu einem Spielfeld, das große Gewinner außerhalb unserer Volkswirtschaft kürt. 85 Prozent haben im letzten Jahr beim Platzhirsch gekauft und bereits die Hälfte der österreichischen Haushalte hat ein Amazon Prime Kaufabo, wodurch diese Konsumenten für den Mitbewerb im E-Commerce kaum noch erreichbar sind. Der Trend setzt sich auch heuer fort. Daher bietet der Handelsverband KMU-Händlern unbürokratische Unterstützung, um die digitalen Chancen besser zu nutzen", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Um dem entgegen zu wirken, entwickelt der Handelsverband unterschiedliche Initiativen wie KMU Retail. Hierbei werden exklusiv für kleine und mittelständische Handelsunternehmen kostenfreie und flexible Mitgliedschaften angeboten, um den Knowhow-Transfer im digitalen Handel zu verbessern und leicht zugänglich zu machen.

Social Media verführt zu Einkauf, Voice Commerce weniger

Social Media Plattformen sind wichtige Werbemittel für den Onlinehandel. Facebook (17 %), Youtube (11 %) und Instagram (7 %) verführen die Österreicher am häufigsten zum Kauf. Weniger genutzt als erwartet wurden hingegen Voice over Produkte wie Alexa und Co im Einzelhandel. Weniger als zwei Prozent tätigen so ihre Einkäufe. 8 von 10 Österreichern haben das auch nicht so bald vor. Dafür verwenden 43 Prozent einen Ad-Blocker und bereiten so der Werbeindustrie Kopfzerbrechen.

Sicherheit im Onlinehandel

Drei Viertel der Befragten bewerten die vorgesehene 2-Faktor-Authentifizierung für Webshops positiv, weil dadurch die Sicherheit beim Onlineshopping erhöht wird. Mehr als zwei Drittel (67%) achten beim Einkauf im Internet bereits auf entsprechende E-Commerce-Gütesiegel, rund die Hälfte der Verbraucher kennt auch zumindest ein Gütezeichen namentlich.
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