Handelsverband: So sichtbar ist der digitale ...
 
Handelsverband

So sichtbar ist der digitale Handel

Der Handelsverband hat via Otago Online Consulting erhoben, wie einfach die heimischen Unternehmen online zu finden sind.

Handelsverband: Digital Visibility Report 2020

Mit 50.000 Keywords wurde von Otago Online Consulting für den Handelsverband nach branchenspezifischen Begriffen gesucht. Das Resultat ist der Digital Visibility Report 2020, der in die Bereiche Lebensmittel, Mode, Wohnen, Heimwerken und Garten, Elektronik, Drogerie und Parfümerie, Bücher und Papierbedarf sowie Sport und Freizeit eingeteilt wurde. Die darin enthaltenen Ergebnisse sind die Prozentsätze, wie oft Firmen bei Suchen in ihrer jeweiligen Branche aufscheinen. Vor dem Kauf recherchieren übrigens 85 Prozent aller Österreicher online.

Plattformen vor dem LEH

In der Kategorie "Lebensmittel" nehmen wie schon im Vorjahr Rezeptplattformen die Spitzenplätze ein: gutekueche.at hat eine Sichtbarkeit von 13,15 Prozent, ichkoche.at liegt weit dahinter bei 6,82 Prozent und lecker.de bei 5,84 Prozent. Erst auf Platz sechs findet sich mit Billa.at mit 2,9 Prozent die erste Seite eines LEH-Vertreters. Spar.at kommt mit 2,01 Prozent noch knapp in die Top-Ten. In der Branchen-Analyse des Reports heißt es: "In der Lebensmittelbranche ringen Nahversorger und Supermärkte mit der starken Präsenz der Rezeptplattformen. Obwohl diese Plattformen keinerlei Lebensmittel verkaufen, haben sie relevanten Content aufgebaut, mit dem sie ebenfalls das Thema Lebensmittel und deren Verkauf online ansprechen. Ein großer Anteil der Top-20-Domains in der Lebensmittelbranche bieten hauptsächlich Rezepte an. Da in den unterschiedlichen Rezepten immer wieder dieselben Lebensmittel vorkommen, häufen sich die entsprechenden Keywords - wodurch die Sichtbarkeit dieser Seiten stark steigt."

Diesem Umstand hat Billa.at auch das hohe Ranking zu verdanken, da die Subdomain Frischgekocht.at für ein entsprechendes Suchvolumen sorgt. Durch die Struktur der Homepage sind für unterschiedliche Themenbereiche entsprechende Landingpages vorhanden und selbst für weniger spezifische Themen wie etwa "Getränke" gibt es Seiten. Selbst, wenn diese Pages nur wenig Text haben, erhöhen sie die digitale Sichtbarkeit dennoch signifikant.

Drogerie und Sport

In der Kategorie "Drogerie und Parfümerie" holt sich amazon.de mit 5,51 Prozent die Goldmedaille, dicht gefolgt von notino.at mit 5,48 Prozent. Obwohl Notino einen Abhol-Standort im Wiener Donauzentrum hat, wird der Händler nicht als vollwertiger Omnichannel-Retailer gewertet. Diese Bezeichnung verdient allerdings Müller Drogerie auf Platz fünf mit 4,37 Prozent. Knapp dahinter sind Douglas (4,26 Prozent), meindm.at (4,13 Prozent) und bipa.at (3,9 Prozent). Im Vorjahr war Douglas noch Spitzenreiter. Kurios: mediamarkt.at scheint in der Kategorie mit 0,82 Prozent auf.

Unter den Händlern von Sport- und Freizeitartikeln sichert sich bikester.at mit 6,6 Prozent den ersten Platz, gefolgt von intersport.at (6,03 Prozent) und hervis.at (5,92 Prozent). Auffallend ist, dass Fahrradhändler verstärkt hohe Rankings haben. Durch die genaue Kategorisierung von den Anwendungsgebieten der Sportartikel lassen sich in dieser Branche präzisere Suchergebnisse erzielen.

Den kompletten Digital Visibility Report 2020 gibt es übrigens kostenlos auf der Seite des Handelsverbandes.
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